04. Januar 2020, 13:00 Uhr

Marburg

Gemeinsam CO2-Ausstoß reduzieren

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf und 16 Kommunen reduzieren gemeinsam den CO2-Ausstoß. Hintergrund ist eine gemeinsame Ökostrom-Ausschreibung, die auch eine günstigere Stromversorgung ermöglicht.
04. Januar 2020, 13:00 Uhr
Landrätin Kirsten Fründt unterzeichnete mit 16 kommunalen Partnern sowie einem Vertreter der Stadtwerke Marburg den Vertrag zur Nutzung von Ökostrom. Damit können Kreis und Kommunen ihre Stromkosten sowie den CO2-Ausstoß reduzieren. Foto: Landkreis

Vertreter der Kommunen Amöneburg, Biedenkopf, Cölbe, Ebsdorfergrund, Fronhausen, Lahntal, Lohra, Münchhausen, Kirchhain, Rauschenberg, Stadtallendorf, Weimar, Wetter und Wohratal sowie der Abfallwirtschaft Lahn-Fulda und dem Abwasserverband Rauischholzhausen unterzeichneten den Vertrag. »Die Ökostrom-Ausschreibung zeigt nicht nur die gute Zusammenarbeit, sondern auch, dass eine klimafreundliche Ressourcennutzung und die Förderung erneuerbarer Energien wichtig für uns alle sind«, sagt Landrätin Kirsten Fründt.

Geld sparen

Durch die Ökostrom-Ausschreibung für eine Strommenge von über 15.500 Megawattstunden pro Jahr (entspricht etwa der Versorgung von 5.100 Drei-Personen-Haushalten) soll ein attraktiver Preis für die Nutzung von Ökostrom erzielt werden. Die Stromkosten fallen damit weitaus günstiger aus, als wenn die Stromlieferungen unabhängig voneinander organisiert worden wären. Auch der Verwaltungsaufwand und die für die Teilnehmer entstehenden Kosten fallen wesentlich geringer aus. Die Ausschreibung erfolgt für die Versorgung von kommunalen Einrichtungen (Verwaltungsgebäude, Schulen, Turnhallen, Straßenbeleuchtung und Schwimmbäder), die Stadtwerke Marburg liefern den Strom.

Strom sparen

Verglichen mit dem durchschnittlichen Strommix in Deutschland, werden durch die Nutzung von Ökostrom im Kreis und den beteiligten Kommunen jährlich etwa 8.000 Tonnen CO2 eingespart. Mit »Strommix« versteht man die gesetzlich vorgeschriebene Information über die Erzeugung und prozentuelle Aufteilung nach Energieträgern an die Endverbraucher von Strom. Bereits Ende 2018 wurden die Gemeinden über die geplante Ausschreibung informiert - mit der Möglichkeit, sich mit eigenen Abnahmestellen zu beteiligen. Das Verfahren zur EU-weiten Ausschreibung der Stromlieferung für die Jahre 2020 bis 2022 (mit einmaliger Verlängerungsoption um ein Jahr) wurde 2019 im offenen EU-Verfahren veranstaltet.

Neue Anlage war Pflicht

Wichtig war dabei, dass die Angebote für den Ökostrom eine Neuanlagenquote beinhalten, also ein bestimmter Prozentsatz des Stroms aus neu errichteten Anlagen mit Erneuerbaren Energien stammt. Dadurch wird der Ausbau neuer Anlagen für Erneuerbare Energien unterstützt und mit der Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

»Für die Erfüllung der Klimaschutzziele erarbeiten und setzen wir mit den Kommunen viele Projekte und Maßnahmen um. Wichtig ist dabei auch die Energieversorgung, die auf Basis von Erneuerbaren Energien und damit möglichst CO2-neutral stattfinden soll. Hier hat der Landkreis mit der kreisweiten Ausschreibung zur Ökostrombeschaffung einen wesentlichen Beitrag geleistet«, erklärte Landrätin Fründt.

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