12. Februar 2021, 13:00 Uhr

Cölbe

Von Vampiren und sprechenden Raben

Alina Schüttler hat in einer Phase des Online-Studiums im vergangenen Jahr, die durchaus anstrengend war, Zeit gefunden, ihr nächstes Buch fertigzustellen.
12. Februar 2021, 13:00 Uhr
In mystischem Winter-Wonderland präsentiert Alina Schüttler ihr aktuelles Werk »Das Rabenmädchen von Norestir«. Foto: privat

Die Idee zu ihrem Werk hatte sie schon seit Anfang 2019 in der Schublade liegen. »Das Rabenmädchen von Norestir« ist nach »Ich werde dich finden - wo auch immer du bist« das dritte Werk der heimischen Autorin Alina Schüttler. Erschienen ist es bereits Mitte Dezember erneut im Gegenstromschwimmer-Verlag.

»In dem Buch geht es um Moira, deren ruhiges Leben von Vampiren ziemlich aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Erst wird eine Frau aus ihrem Heimatdorf ermordet, dann wird auch noch ihr Ziehvater entführt. Zusammen mit dem sprechenden Raben Konrad macht sie sich auf die Suche nach ihm. Dafür muss sie aber nicht nur ihre Heimat, sondern auch ihre Jugendliebe zurücklassen. Auf ihrer Reise müssen sich Moira und Konrad einigen Gefahren stellen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten«, berichtet Alina Schüttler.

Wie das Buch entstanden ist

Die Arbeit zu dem Werk begann für Alina Schüttler schon Anfang 2019. Bis zum Erscheinen Ende des vergangenen Jahres waren es also knapp zwei Jahre Entwicklungszeit. »Allerdings habe ich nicht jeden Tag an dem Buch gearbeitet. Bei mir ist das immer so, dass ich Phasen habe, in denen ich sehr aktiv an einem Buch arbeite und dann lasse ich es aber auch mal ein paar Wochen liegen. Das hilft mir, Abstand von der Geschichte zu gewinnen und danach kritischer daran arbeiten zu können«, berichtet die 22-Jährige.

Studium anstrengend im Corona-Jahr 2020

Eine Schreibblockade hatte Alina Schüttler in ihrer Schreibphase keine. Richtig stressig war allerdings das Studium, was coronabedingt viel zu Hause am Laptop stattgefunden hat. »Es kam vor allem dann zu Pausen bei der Arbeit am Buch, wenn es mir an Zeit gefehlt hat. Was hauptsächlich an der Uni lag. Ich bin jetzt im fünften Semester meines Psychologiestudiums und es läuft auch gut. Mir hat die Online-Uni im Sommersemester aber überhaupt nicht gefallen. Immer nur vorm Laptop sitzen und keinen Kontakt zu Freunden und Kommilitonen haben, ist nichts für mich«, sagt Alina Schüttler. Das Wintersemester ist ein Praxissemester und sie ist aktuell nicht nur sehr froh darüber, endlich praktische Erfahrungen sammeln zu können, sondern auch einen halbwegs normalen Alltag zu haben. »Aber auch die Kontaktbeschränkungen und das Fehlen von kulturellen Veranstaltungen finde ich ziemlich anstrengend. Vor allem jetzt, wo die Maßnahmen wieder strenger sind und vermutlich auch noch bleiben, finde ich es sehr belastend.«

Grundidee des Buches war schnell klar

Alina Schüttler wusste von Anfang an ungefähr, wer ihre Protagonistin in »Das Rabenmädchen von Norestir« ist und vor allem, dass sie mit einer Axt kämpfen soll. Auch der sprechende Rabe und ein paar andere Charaktere standen von Anfang an fest. »Alles andere hat sich dann darum herum entwickelt. Die grobe Planung stand aber schon vorm Schreiben, einiges habe ich in den Überarbeitungen ergänzt, aber die grobe Handlung blieb immer gleich.« Und woher kommen die Ideen? »Ich muss sagen, dass ich im Nachhinein nie genau sagen kann, was eine bestimmte Idee ausgelöst hat. Mir kommen die Ideen einfach und ich kann weder bewusst festlegen, wann genau das war, noch was dazu geführt hat«, sagt Alina Schüttler. Die Zusammenarbeit mit dem Gegenstromschwimmer-Verlag hat für sie erneut sehr gut funktioniert. Auch bei der Gestaltung des Covers durfte sie komplett mitentscheiden und sie ist auch total begeistert, wie schön es geworden ist.

Studium und Ausbildung als Prioritäten

Erstmal wird es eine schöpferische Pause geben. Das liegt nicht am Mangel an Ideen, sondern daran, dass Alina Schüttler die Zeit fehlt. »Mein Studium werde ich voraussichtlich 2023 beenden und dann wird eine Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten folgen. Währenddessen und danach würde ich gerne in der Suchttherapie arbeiten. Mein erstes von zwei Praktika war in diesem Bereich und hat mir sehr gut gefallen«, berichtet die Autorin über ihre Zukunftspläne.

2020 hatte sie sehr viel für die Uni zu tun und neben Lektorat, Korrektorat und Veröffentlichung von »Das Rabenmädchen von Norestir« blieb kaum Zeit für weitere Projekte. »Aber ich werde das Schreiben nicht aufgeben und freue mich schon darauf, wenn ich mich wieder in Ruhe vor ein leeres Worddokument setzen und kreativ sein kann. Das fehlt mir jetzt schon sehr.«

Das Buch »Das Rabenmädchen von Norestir« ist online im Gegenstromschwimmer-Verlag oder auch bei Thalia erhältlich und kostet 14,99 Euro. (sr)

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