11. November 2020, 13:00 Uhr

Dillenburg

Sanierung der Kita am Zwingel abgeschlossen

»Hier ist ein gutes Werk entstanden«, machte Bürgermeister Michael Lotz anlässlich der Einweihung der komplett sanierten AWO-Kindertagesstätte deutlich.
11. November 2020, 13:00 Uhr
Während der kleinen Feierstunde konnte die modernisierte AWO-Einrichtung nach einjähriger Bauzeit eingeweiht werden. Foto: Joachim Spahn

Rund ein Jahr lang hatten die Handwerker die Einrichtung, die 95 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren beherbergt, in Beschlag genommen. Das Ergebnis, von dem sich neben Bürgermeister Lotz auch der hauptamtliche AWO-Vorstand Nils Neidhart und der Vorsitzende des Kreisverbandspräsidiums Dietmar Glaßer überzeugten, kann sich sehen lassen.

Eigentlich ein neuer Kindergarten

»Als Brandschutzmaßnahme getarnt, haben wir hier quasi einen neuen Kindergarten gebaut«, resümierte der Bürgermeister. Besondere Anerkennung ernteten Architekt Steffen Hiekisch und seine Kollegin Michèlle Jung. »Beide haben es geschafft, sich perfekt in die Bedürfnisse der Kinder hineinzuversetzen«, sagte Kita-Leiterin Sabine Theis.

Worte des Dankes richtete Theis auch an ihr »großartiges Team«, das in der Zeit der Auslagerung an den Kirchberg »allen erdenklichen Widrigkeiten getrotzt« und dann »einen Kita-Betrieb unter Pandemie-Bedingungen durchgeführt und bewältigt« habe.

Die Mädchen und Jungen der AWO-Kita und die Erzieherinnen waren für die Dauer der Sanierungsmaßnahme in die ehemaligen Räume des katholischen Kindergartens ausgewichen.

Der Pandemie und deren Auswirkungen war es auch geschuldet, dass die Einweihung im kleinen Kreis stattfand. Der Ausblick der Kita-Leiterin Sabine Theis: »Wir werden sicher, sobald die Situation es zulässt, ein tolles Fest mit einem Tag der offenen Tür feiern können.«

Nils Neidhart, Vorstand der AWO Lahn-Dill, bilanzierte, dass bereits 2013 im Zuge einer Brandschutzbegehung klar geworden sei, dass man für die notwendigen Arbeiten »das ganz große Besteck« werde auspacken müssen. Sieben Jahre später und nach der Realisierung der Maßnahme zeige sich die Kindertagesstätte nunmehr »viel heller, mit einer viel besseren Akustik der Räume und einem komplett neuen Mobiliar«. Neidhart zuversichtlich: »Wir sind guter Dinge, dass auch das Außengelände bald fertig ist.«

Kinder aus 22 Nationen

Dass die Verwirklichung des Vorhabens seit dem Start der Arbeiten im August 2019 »trotz Corona gut gelaufen« sei, machte Architekt Steffen Hiekisch deutlich. »Quasi 90 Prozent der Kita wurden neu gebaut«, erläuterte der Experte. Die Kindertagesstätte, die Mädchen und Jungen aus 22 Nationen beherbergt, habe unter anderen neue Personalräume, neue Akustikdecken, neue IT-Anschlüsse, eine moderne Klima- und Lüftungsanlage, eine komplett neue Elektrik und einen neuen Anstrich erhalten.

Fast eine Million Euro teuer

Die Kosten des Projekts bezifferte der Architekt auf 958.000 Euro. 90 Prozent der Summe stammen aus dem kommunalen Investitionsprogramm des Bundes, zehn Prozent aus dem Etat der Stadt. Insgesamt sei durch die Maßnahme viel Gutes erreicht worden. »Was hier gemacht wurde, wird den nächsten Generationen Dillenburgs zugutekommen«, sagte Bürgermeister Michael Lotz.

Ähnlich positiv war schließlich auch die Einschätzung von Werner Schäfer-Mohr (Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Dillenburg), der Fördervereinsvorsitzenden Julia Brütting und der Elternbeiratschefin Christina Schwehn, die sich in ihren Grußworten übereinstimmend hocherfreut über das Gelingen der umfangreichen Maßnahme zeigten.

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