16. Februar 2021, 13:00 Uhr

Dillenburg

Kommission der Landesgartenschau schaute vorbei

Jetzt wird es ernst: Die fünfköpfige Landesgartenschau-Kommission aus Wiesbaden stattete der Oranienstadt Dillenburg einen Besuch ab.
16. Februar 2021, 13:00 Uhr
Die Kommission macht sich Notizen auf der Freilichtbühne auf dem Schlossberg, die als eine der Haupt-Veranstaltungsflächen dienen soll. Foto: Stadt Dillenburg

Die Eindrücke der Jury fließen zu einem großen Teil in die Entscheidung um die Vergabe der Landesgartenschau 2027 ein, um die sich Dillenburg im Dezember beworben hatte.

Noch vor Ostern wird wohl klar sein, wer die Großveranstaltung in sechs Jahren ausrichten darf und damit vom Förderprogramm profitieren wird. Im Mittelpunkt des Besuchs der Kommission standen die für die Ausrichtung vorgesehenen Konzepte und die Flächen, die mithilfe der Landesförderung neu- oder umgestaltet werden sollen.

Diese Bereiche wurden nun aktuell bei einem mehrstündigen Rundgang besichtigt. Die Kommission wurde von Bürgermeister Michael Lotz, Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel sowie Annegret Bretthauer und Ingrid Kretz von der städtischen Landesgartenschau-Kommission begleitet. Benedikt Müller von Planstatt Senner, dem Ersteller der Machbarkeitsstudie zur Landesgartenschau, ergänzte mit Informationen aus fachlicher Sicht.

Vom Balkon des Wilhelms-turms aus gelang ein intensiver Rundumblick über die Stadt: Ein erster Eindruck zur engen Lage im Dilltal, den großzügigen Waldflächen ringsherum, aber auch zur Infrastruktur und zur Anbindung an das Verkehrswegenetz konnte so verschafft werden.

Uferpromenade und weitere Projekte

Zu Fuß ging es an wichtige Stationen. Dabei erfuhren die Besucher auch Kurzweiliges aus Dillenburgs Historie von »Nachtwächter« Andreas Balzer.

»Die Dill erlebbar machen« - mit einer Uferpromenade und einer Furt, einer Verbesserung der Gewässerökologie und der Entsiegelung von Flächen - diese Visionen standen ebenso im Blickpunkt wie der Rückbau einer Spur der Konrad-Adenauer-Allee, der Herstellung eines Radwegs entlang der Dill und einer geplanten Radbrücke im südlichen Bereich.

Tilo Kramer vom Stadtmarketing erläuterte in der Innenstadt auch die Situation des Einzelhandels und die Chancen, die sich durch das Städtebauprogramm »Lebendige Zentren« ergeben könnten.

Der geplante Schrägaufzug oder alternativ eine Gondelanlage sind echte Höhepunkte der geplanten Investitionsmaßnahmen.

Vom Bahnhof aus die Stadt entdecken

Am Beispiel des Bahnhofs Dillenburg erläuterten Bürgermeister Lotz und Annegret Bretthauer die Bedeutung der Station für die Wirtschaft. Vom Bahnhof als Eingangstor soll der Rundweg über die Landesgartenschau-Bereiche starten - er dient sozusagen als Verkehrsdrehscheibe. Die Gartenschau kann auch zur Sanierung des ehemaligen Lokschuppens und dem umliegenden Areal einen wichtigen Impuls geben.

Zusammen mit dem Hofgarten bilden der Schlossberg und das Gelände am Lokschuppen die Ausstellungsbereiche für die Gartenschau. Ingrid Kretz stellte hierbei die Bedeutung von Hofgarten und Landgestüt heraus - als Alleinstellungsmerkmale, aber auch die hohe Park- und Gartenkultur, die sich für hochrangige Events eignet.

Ein besonderer Höhepunkt wäre sicher die Wiederherstellung der »verwunschenen« Gärten hinter den Gebäuden entlang der Wilhelmstraße und die Öffnung für die Bevölkerung. Bei der Abschlussbesprechung im Prinzenhaus fasste Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel den Tag zusammen. Nun heißt es abwarten und Daumen drücken.

Die Eindrücke und Bewertung der Kommission sind Grundlage für die Entscheidung. Noch vor Ostern soll klar sein, wer die Landesgartenschau 2027 ausrichten darf und damit Fördermittel in Millionenhöhe erhält.

Alle Infos gibt es unter www.dillenburg-direkt.de.

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