11. Januar 2021, 13:00 Uhr

Dillenburg

Bewerbung für Landesgartenschau eingereicht

Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz und Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel haben im Umweltministerium die Bewerbung für die Landesgartenschau überreicht.
11. Januar 2021, 13:00 Uhr
Bürgermeister Michael Lotz (l.) und Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel überbrachten im Dezember die Bewerbungsunterlagen für die Durchführung der Landesgartenschau 2027. Foto: Stadt Dillenburg

Beide sind mit dem Ziel: die Landesgartenschau 2027 nach Dillenburg zu holen, beim hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vorstellig geworden und haben fristgerecht und persönlich die Bewerbung eingereicht.

In den zehn Monaten nach Abgabe der Willenserklärung, eine Bewerbung für die Großveranstaltung planen zu wollen, haben Verwaltung, Politik, das Fachbüro - vor allem aber die Dillenburger Bürger mit Hochdruck an einem nachhaltigen Konzept gearbeitet.

Nachdem sich im Juni bei der Oranienstadt eigens eine Landesgartenschau-Kommission gründete und im gleichen Monat das Fachbüro Planstatt Senner aus Überlingen mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie beauftragt wurde, folgte im zweiten Halbjahr 2020 eine umfangreiche Bürgerbeteiligung. Diese lief größtenteils parallel zur Erstellung des städtebaulichen integrierten Entwicklungskonzepts (ISEK) - eine wichtige Grundlage für das umfangreiche Städtebauprogramm »Lebendige Zentren«.

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie folgten zahlreiche Dillenburger Bürger der Einladung zu den Präsenzveranstaltungen wie dem Info-Abend und dem Stadtspaziergang, der Vereinskonferenz und den Sprechstunden in den Ortsteilen.

Viele Ideen der Bürger mit eingeflossen

Ebenso gut angenommen wurde die Online-Beteiligung in Form eines e-Pin-Verfahrens, einer Umfrage und einer Fotoaktion. Viele gute Ideen brachte außerdem die Gewerbliche Berufsschule Dillenburg in einer virtuellen Schülerwerkstatt ein und am Logo-Wettbewerb beteiligten sich über 40 Teilnehmer. Die zahlreichen Vorschläge und Anregungen der Dillenburger zeigten, wie viele sich mit ihrer Heimatstadt identifizieren und wie wichtig es ihnen ist, an der Zukunftsgestaltung mitzuarbeiten. Ihre Ideen flossen zu einem großen Teil in die Bewerbung um die Landesgartenschau ein.

Mit einer deutlichen Mehrheit von 30:3 Ja-Stimmen hatte die Stadtverordnetenversammlung in ihrer November-Sitzung der Abgabe der Bewerbung zugestimmt. Nachdem Bürgermeister Lotz und Stadtverordnetenvorsteher Wendel die Unterlagen in Wiesbaden abgegeben haben, heißt es nun warten.

Voraussichtlich noch im ersten Quartal 2021 reist die fünfköpfige Kommission der Landesgartenschau durch Hessen, um die vier Bewerberstädte Dillenburg, Frankenberg (Eder), Schwalmstadt und den elf Kommunen umfassenden Verbund »Oberhessen« persönlich in Augenschein zu nehmen. Eine Entscheidung soll noch vor Ostern 2021 fallen.

Dillenburg soll dauerhaft profitieren

Im Rathaus verspricht man sich von der Veranstaltung vor allem nachhaltige und wertvolle Impulse für Tourismus und Stadtplanung sowie eine Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität sowie der Verkehrsverbindungen. Potenziale der Stadt können durch die Landesgartenschau weiter ausgebaut werden.

Investitionsmaßnahmen, die ohnehin erforderlich sind, werden schneller und kostengünstiger umsetzbar sein. Die Landesgartenschau eröffnet die Optionen der Umgestaltung zentraler Plätze und Grünanlagen, der Neuwahrnehmung der Dill als Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanzen mit ihrer Bedeutung für das Mikroklima in der Stadt, einer Anpassung der urbanen Strukturen an neue klimatische Verhältnisse und die Revitalisierung brachliegender Gebäude und Objekte wie zum Beispiel auch im Bahnhofsumfeld.

Wer die Landesgartenschau ausrichtet, kann mit Fördermitteln von bis zu 3,5 Millionen Euro für die Kernflächen und weiteren Zuschüssen für zusätzliche Maßnahmen in den Vorjahren rechnen und damit in die eigene Zukunft investieren.

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