29. Mai 2021, 13:00 Uhr

Dillenburg

Rotary-Club spendet 2.000 Euro an Lebenshilfe

Die Lebenshilfe Dillenburg betreibt in zwei Ortsteilen von Dillenburg jeweils einen Dorfladen - in Nanzenbach seit 2010 und in Donsbach seit 2018.
29. Mai 2021, 13:00 Uhr
Von links: Rotary-Präsident Jens Georg übergibt den symbolischen Spendenscheck an Lars Lückoff und Dirk Botzon von der Lebenshilfe. Foto: Ulrich Mai/Rotary-Club Dillenburg

Die Idee dahinter ist so einfach wie genial: Nach dem Aussterben der »Tante-Emma Läden« war an eine Nahversorgung vor allem der älteren Bevölkerung mit Lebensmitteln, Fleisch und Wurst sowie Backwaren nicht mehr zu denken.

Läden werden gut angenommen

Die Einrichtung der Dorfläden bedeutet, dass man für Artikel des täglichen Bedarfs nicht mehr auf den Bus in die nächste Stadt angewiesen ist. Über die Grundversorgung hinaus sind sie zudem sozialer Treffpunkt für ältere Bewohner und Bewohnerinnen.

Ein dritter wesentlicher Aspekt der Dorfläden ist, dass die Lebenshilfe eigene Beschäftigte in Brot und Arbeit bringen kann. Zusammengenommen heißt dies, dass die Lebenshilfe Dillenburg mit ihrem Projekt einen Beitrag leistet für die kommunale Bereicherung eines ländlichen Randgebiets.

Nach Aussagen von Dirk Botzon, Vorstand der Lebenshilfe, und Lars Lückoff, Leiter der Werkstätten, werden die beiden Läden zu ihrer größten Zufriedenheit stark frequentiert. Leider hat das Projekt auch seinen Nachteil. Der wichtigste Faktor ist dabei ein wirtschaftlicher, denn angesichts der geringen Mengen der benötigten Lebensmittel gilt es doch, kostendeckend zu arbeiten.

Auf Spenden immer angewiesen

Immerhin ist es der Lebenshilfe gelungen, eine Metzgerei und eine Bäckerei aus der Region zu gewinnen, die beide Läden zusammen kostengünstiger beliefern. Dennoch sind die beiden Läden immer auf externe Spenden angewiesen, vor allem in diesen Zeiten, in denen zusätzlich teure Hygienemaßnahmen ergriffen werden mussten.

An dieser Stelle kam die Spende der Rotary-Clubs gerade recht. Rotary versteht sich als Service-Club. Wobei Service am besten mit Dienst am Mitmenschen zu übersetzen wäre. »Wir waren so überzeugt von diesem Projekt, dass wir uns für diese Spende entschieden haben. Obwohl die meisten unserer Spenden im heimischen Bereich bleiben, fördern wir ebenso schon lange Studentinnen und Studenten aus Osteuropa, indem wir ihnen ein einjähriges Studium an einer hessischen Universität ermöglichen und sie während dieser Zeit auch betreuen«, berichtet Jens Georg, Präsident des Rotary-Clubs Dillenburg.

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