26. Februar 2025, 13:00 Uhr

Lollar

Rückhaltebecken in Treis eingeweiht

Um Treis und Lollar besser vor Hochwasser zu schützen, wurde ein neues Hochwasserrückhaltebecken gebaut. Umweltstaatssekretär Michael Ruhl hat die Anlage eingeweiht.
26. Februar 2025, 13:00 Uhr
Offizielle Einweihung des Hochwasserrückhaltebeckens in Treis mit (v.l.) Björn Zimmer (Bürgermeister Rabenau), Alexander Rötz (Weber-Ingenieure), Sebastian Schwarz (Bürgermeister Allendorf), Staatssekretär Michael Ruhl, Peter Gefeller (Verbandsvorsteher Bürgermeister), Jan-Erik Dort (Bürgermeister Lollar). Foto: Landesministerium

Das Becken kann über 100.000 Kubikmeter Wasser speichern und hilft so, Hochwasserspitzen effektiv abzumildern. Eine Besonderheit ist, dass das Becken überströmbar ist - das bedeutet, dass das Wasser bei extremen Hochwasserereignissen über eine spezielle Steinschüttung auf der Dammrückseite ablaufen kann. Diese Bauweise gibt es in Hessen bisher kaum. Sie hat den Vorteil, dass sie sich besser in die Landschaft einfügt und eine höhere Abflussleistung bietet.

Hochwasserspitzen effektiv abmildern

Das Land Hessen hat den Bau mit fast drei Millionen Euro gefördert. »Das ist eine große Investition, aber sie lohnt sich. Wir müssen uns auf häufigere Hochwasser durch den Klimawandel vorbereiten«, betonte Staatssekretär Ruhl. Insgesamt hat der Bau rund 4,3 Millionen gekostet. Vom Wasserverband Lumdatal erklärte Verbandsvorsteher Bürgermeister Peter Gefeller: »Das Hochwasserrückhaltebecken Treis ist ein Beweis dafür, dass wir gemeinsam in der Lage sind, auch bei unterschiedlichen Interessenlagen, große Herausforderungen zu meistern. Es ist ein Symbol für Fortschritt, Innovation und den Willen, alle Kommunen und ganz speziell die des Lumdatals vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen.«

Natur möglichst wenig beeinträchtigen

Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, die Natur möglichst wenig zu beeinträchtigen. Deshalb wurde darauf geachtet, dass Fische und andere Gewässerbewohner den Damm weiterhin passieren können. Damit das Becken gebaut werden konnte, wurden über 100 Grundstückseigentümer beteiligt. Durch ein spezielles Flurbereinigungsverfahren konnten rund vier Hektar Fläche für den Bedarf des Bauwerkes und für Uferrandstreifen bereitgestellt werden.

Neben Fördermitteln für den technischen Hochwasserschutz setzt Hessen auch auf Hochwasservorsorge und Flächenmanagement, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen.

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