22. August 2025, 13:00 Uhr

Lollar

Wanderheld sammelte Spenden

251.639 Schritte benötigte Spendenwanderer Daniel Mandler für die Absolvierung des sich über 171 Kilometer »öm janz Kölle« erstreckenden Wandermarathons.
22. August 2025, 13:00 Uhr
Daniel Mandler mit der Trophäe zum »Kölnpfad-Wanderheld«. Foto: Berger

Nun darf sich Daniel Mandler laut Urkunde als »Kölnpfad-Wanderheld« bezeichnen. Einmal mehr war der Odenhäuser als Spendenwanderer aufgetreten und hatte bei diesem sich über drei Tage erstreckenden Wandermarathon quasi seine Füße unter dem Motto »Ich wandere - du spendest! Mit deiner Unterstützung können wir gemeinsam dafür sorgen, dass Armut bekämpft wird« in den Dienst der guten Tat gestellt.

Drei Tage Fußmarsch

Dies liegt mittlerweile alles einen Monat zurück und nun konnte Mandler auch Bilanz ziehen. Letztlich sind 400 Euro für die vom Gießener Markus Machens in Leben gerufene private Obdachlosenhilfe »Markus und seine Freunde auf der Straße« zusammengekommen. Bei dieser bringt sich Mandler nicht nur als Spendensammler, sondern auch sonst tatkräftig mit ein. So was es für ihn eine Herzensangelegenheit, für die private Obdachlosenhilfe zu wandern.

Zur Vorbereitung hatte er bei 53 Wandertrainingseinheiten insgesamt 1.289 Kilometer zurückgelegt. »Klar tat einiges nach der Ziel-Ankunft weh. Und nach etwas Schlaf und anschließender Pasta-Party ging’s schon besser. Und auf dem Heimweg am Nachmittag wurden einfach ein paar mehr Pausen gemacht«, blickt Mandler auf den Wandermarathon zurück. Nach 45 Stunden und 19 Minuten hatte Mandler die Ziellinie überquert. »Ich hatte keinen großartigen Muskelkater oder Blessuren. Den Schlafmangel und die allgemeine Müdigkeit nach dieser Tour merkte ich mehr. Die Regenerationszeit ist mittlerweile sehr schnell. Nach drei Tagen war alles wieder so weit gut. Vor Jahren hätte es deutlich länger gedauert und ich wäre gefühlt jeden Tag mehrfach gestorben wegen dem Muskelkater«, verrät er, wie es ihm die Tage ging, nachdem er mehr als die vierfache klassische Marathon-Distanz zurückgelegt hatte.

Waren bis zum Zieleinlauf 365 Euro für Lebensmittel zur Verteilung durch die private Obdachlosenhilfe, so kamen dann in den Tagen danach noch einige Euro zusammen, so dass letztlich 400 Euro in Form von Lebensmittelgutscheinen bei Lebensmittel-Sonderposten Lagerverkauf-Freilinger in der Marburger Straße in Gießen von Spendern gespendet wurden. Diese hat Mandler mittlerweile bereits an Machens übergeben.

Auch nächstes Jahr wird gewandert

Die Planungen für 2026 laufen bereits, dann sollen es auch »einige Kilometer weniger« werden, will Mandler, wie bereits im vergangenen Jahr, wieder als Spendenwanderer im Juni am Extrem-Extrem-Wanderevent im Sauerland teilnehmen. Wiederum will er bei dieser Extremwanderung innerhalb von 48 Stunden über 155 Kilometer und 3.500 Höhenmeter wandern, um die private Obdachlosenhilfe »Markus und seine Freunde auf der Straße« in Gießen zu unterstützen.

Zudem ist eine Spendenwanderung ab Odenhausen ins Ahrtal für die Opfer der Flutkatastrophe ins Auge gefasst, die sich dann zum fünften Mal jährt.

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