19. Juli 2021, 13:00 Uhr

Gießen

Neue »Radstätte« am Lahnspielplatz

Auf einer 1.100 Kilometer langen Strecke verbindet der vom Bundesverkehrsministerium geschaffene Radweg Deutsche Einheit die Städte Bonn und Berlin.
19. Juli 2021, 13:00 Uhr
Eröffnen die Radstätte (v.l.): Dr. Klaus Dapp vom hessischen Wirtschaftsministerium, Gießens Bürgermeister Peter Neidel und Karola Lambeck vom Bundesverkehrsministerium. Foto: privat

Auch Gießen ist mit der Eröffnung der neuen Radstätte am Lahnspielplatz ein Teil davon geworden. Der Bundesradweg wurde anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Einheit initiiert und in Zusammenarbeit mit den Ländern Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz umgesetzt. Er führt auf 20 Etappen von Bonn nach Berlin und steht symbolisch für das Zusammenwachsen Deutschlands.

Freies WLAN und digitale Infos

Entlang des Radwegs entstehen seit 2018 sogenannte Radstätten mit freiem WLAN und digitalen Informationen. Der Radweg verknüpft Radtourismus mit Digitalität und Elektromobilität und trägt so zu einem neuartigen Fahrerlebnis bei. Er vereint die Freude am technischen Fortschritt mit dem Erlebnis von Natur, Kultur und Geschichte. Weitere Informationen stehen unter www. radweg-deutsche-einheit.de.

Universitätsstadt eine von 20 Etappen

Nun ist auch Gießen dabei. Mit der Einrichtung einer Radstätte an der Lahn will auch Gießen jenen Menschen, die den Radfernweg nutzen, einen Service bieten und gleichzeitig auf seine Vorzüge und seine Geschichte aufmerksam machen. Immerhin hat die Universitätsstadt in den Zeiten der Teilung deutsch-deutsche Geschichte geschrieben. Im ehemaligen zentralen Notaufnahmelager der Bundesrepublik am Meisenbornweg kamen fast eine Million Menschen aus dem Osten Deutschlands als Flüchtlinge an. Gießen galt als Sehnsuchtsort und Startpunkt auf dem Weg in ein freies Leben.

In dem mittlerweile geschlossenen Gebäudekomplex des Notaufnahmelagers soll in den nächsten Jahren in Erinnerung an die deutsch-deutsche Teilungsgeschichte ein Lern- und Gedenkort entstehen. Darauf wird an der Radstätte hingewiesen.

Vom Bund gefördert

Gleichzeitig werden rad- und familiengerechte Entspannungsorte in der Umgebung gezeigt: So gibt es stellvertretend für viele interessante Ziele auch Hinweise auf den botanischen Garten und das Mathematikum. Weitere Tipps finden sich digital über das angeschlossene Infoterminal.

Die Radstätte verfügt neben diesem überdachten Infoterminal mit Touchpad auch über ein Ladeschließfach für E-Bike-Akkus, einen freien WLAN-Hotspot und sechs Fahrradbügel. Die Einrichtung wird mit 144.328 Euro vom Bund gefördert.

Gießens Bürgermeister Peter Neidel: »Wir freuen uns, Radwanderer auf dieser attraktiven Strecke nun auch bei uns in Gießen begrüßen zu können. Ich bin überzeugt davon, dass sich der Stopp lohnt - um in die deutsch-deutsche Geschichte einzutauchen und einen Original-Schauplatz der Teilung zu sehen oder um Entspannung, Kultur und Bildung zu erleben. Denn all das verbindet Gießen«, so der Bürgermeister.

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