13. Februar 2021, 13:00 Uhr

Biedenkopf

Hinterlandmuseum hat neuen Leiter

Der Kunsthistoriker Dr. Andreas W. Vetter hat Anfang Februar die Leitung des Hinterlandmuseums im Schloss Biedenkopf übernommen.
13. Februar 2021, 13:00 Uhr
Der Kunsthistoriker Dr. Andreas W. Vetter hat die Leitung des Hinterlandmuseums im Schloss Biedenkopf übernommen. In den kommenden Jahren will er sowohl das Schloss als auch das Museum für Besucher noch attraktiver machen. Foto: Landkreis

In den kommenden Jahren will Dr. Andreas W. Vetter sowohl das Schloss als auch das Museum für Besucher noch attraktiver machen. »Das Hinterlandmuseum ist ein Museum mit sehr, sehr viel Potenzial.« Allein schon die altehrwürdigen Mauern des Schlosses haben es dem 56-Jährigen angetan: »Das Gebäude ist großartig und gewissermaßen unser größtes Exponat«. Und bei seinem Team habe er bereits jetzt den Eindruck, alle seien sehr engagiert dabei. »Ich glaube, wir werden gemeinsam Dinge gut voranbringen«, sagt Vetter.

Verschiedene Museen betreut

Bislang hat er schon an mehreren anderen Museen Dinge vorangebracht. Nach seinem Studium in Freiburg, Stuttgart und Paris war der Kunsthistoriker zunächst am Herzog-Anton-Ulrich-Museum in Braunschweig tätig, zwei Jahre als Museumsleiter am Stadtmuseum Schloss Hoyerswerda und zuletzt in der Stiftung preußische Schlösser und Gärten in Potsdam. »Wir hoffen, dass Sie von überall das Beste mitbringen«, begrüßte ihn Landrätin Kirsten Fründt.

Was Dr. Andreas W. Vetter am Hinterlandmuseum besonders begeistert, ist dass die Exponate nicht von Fürsten gesammelt und dann ausgestellt wurden, sondern dass das Museum von der Bürgerschaft getragen wird. Außerdem schätzt er den unmittelbaren Kontakt innerhalb des Teams und die kurzen Wege. Weil es ihm wichtig ist, »nahe an der Sache zu sein«, will er natürlich auch nach Biedenkopf ziehen.

Erst mal stöbern

Was die Sammlungen des Museums angeht, müsse er sich erst noch einen Überblick verschaffen. »Es sind unendlich viele Kisten und Kästen«, berichtet Vetter. Er sei zwar studierter Kunsthistoriker, aber auch sehr an der Kulturgeschichte des Hinterlands interessiert. Und mit Blick auf die Zukunft gehe es auch darum, heute zu sammeln, was in 20 oder 50 Jahren als relevant für unsere Zeit betrachtet werde.

Das Hinterlandmuseum hatte vor der coronabedingten Schließung rund 14.000 Besucher pro Jahr. Viele kamen auch von über die Grenzen des Landkreises hinaus. Auf das große Interesse der Bevölkerung setzt Dr. Andreas W. Vetter auch für die Zukunft.

Andere Aufgabe für Gerald Bamberger

Gerald Bamberger, der bisherige Leiter des Hinterlandmuseums, übernimmt nun nach Auflösung des Kreismu-seumsverbunds die Aufgabe des Kreismuseumsbeauftragten. Der Kreismuseumsverbund wurde 1991 gegründet. Weil nun nach fast 30 Jahren kein neuer Vorstand besetzt werden konnte, wird sich der Verbund auflösen.

Die Aufgaben, die er wahrgenommen hat, fallen an den Kreis zurück. Um die Belange der rund 50 Museen soll sich künftig Gerald Bamberger kümmern.

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