02. Mai 2021, 19:13 Uhr

Wetzlar

»Fleißige Bienen« sorgen für die Insekten

Die Stiftung für Mensch und Umwelt hat zum bundesweiten Pflanzwettbewerb »Wir tun was für Bienen!« aufgerufen. Das Stadtbetriebsamt Wetzlar folgte dem Aufruf.
02. Mai 2021, 19:13 Uhr
Gemeinsam etwas für fleißige Bienen erschaffen (v.l.): Erik Bade (Leiter Stadtbetriebsamt), Rainer Hasse (Sachgebietsleiter Friedhöfe), Leon Martiné, Sebastian Rauch, Umweltdezernent Norbert Kortlüke, Christopher Frieling, Marcel Helwig und Jutta Biermann (Leiterin Amt für Umwelt und Naturschutz). Foto: Stadt Wetzlar

Genauer gesagt, waren es die Auszubildenden des Stadtbetriebsamtes der Stadt, die diesen Aufruf zum Anlass genommen haben, in verschiedenen Projekten im Stadtgebiet etwas für Insekten zu tun.

Eines dieser Projekte befindet sich auf dem Neuen Friedhof. Auf einer 84 Quadratmeter großen Fläche gegenüber der Kapelle wurde Lebensraum für Bienen geschaffen.

In der Planungsphase sammelten die Auszubildenden gemeinsam mit dem zuständigen Dezernenten Norbert Kortlüke, der unteren Naturschutzbehörde der Stadt, der Ausbildungsleitung und der Friedhofsabteilung des Stadtbetriebsamtes Gedanken und Ideen, die dann zusammengestellt und anschließend umgesetzt wurden.

Jede Menge Material recycelt

Beim Anlegen der Fläche ist ein Mosaik aus verschiedenen Materialien und unterschiedlichen Lebensbereichen entstanden, das Insekten neben Nahrung und Lebensraum auch Nistgelegenheiten anbietet. Die verwendeten Materialien sind überwiegend recycelt worden. Die Auszubildenden haben sich hierzu auf den Lagerplätzen des Stadtbetriebsamtes umgesehen und dabei Baureste für das Projekt zusammengestellt. So findet sich eingebaut in das Projekt eine Trockenmauer aus unterschiedlichen Steinarten (unter anderem Basalt, Granit, Sand- und Kalkstein), die aus ehemaligen Grabsteinen und Findlingen zusammengesetzt ist.

Unterbrochen und ergänzt wird die Mauer mit Totholz aus gefällten Bäumen. In das Holz wurden Löcher gebohrt, um Wildbienen als Nistplatz zu dienen. Große Fugen bieten Lebensraum für Kleinsäuger.

Zur Nachahmung empfohlen

Zudem wurde eine Wasserstelle eingerichtet, die mit Lehm aus einer ehemaligen Lehmkuhle und Kies ausgekleidet wurde, um Insekten, Vögeln und Kleinsäugern als Wasserquelle zu dienen und ihnen Material für den Nestbau zu liefern. Vervollständigt wird die Fläche durch eine Pflanzung mit heimischen Stauden und einer Wildsaatmischung, die für den trockenen Saum ausgelegt ist. Diese rundet durch ihre volle Blüte das Projekt ab und soll die Friedhofsbesucher inspirieren, ähnliche Projekte im eigenen Garten umzusetzen und das Verständnis für die Insektenwelt zu wecken. Nach Fertigstellung wird ein Flyer erstellt, der die Anlage erklärt.

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