28. Dezember 2019, 13:00 Uhr

Cölbe

Zweiter Bauabschnitt des Projekts WABL startet

Mit 50 Gästen feierte der St. Elisabeth-Verein Marburg die Grundsteinlegung für den zweiten Bauabschnitt des Projekts Wohnen, Arbeiten, Beschäftigen, Leben (WABL).
28. Dezember 2019, 13:00 Uhr
Die Vorstände Hans-Werner Künkel und Matthias Bohn (v.l.) bestücken gemeinsam mit Projektleiter Manfred Günther die Zeitkapsel des symbolischen Grundsteins. Foto: Jürgen Jacob

Mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft der Gemeinde Cölbe, mit Nachbarn, baubeteiligten Firmen und bereits auf dem Areal tätigen Mitarbeitern wurde der Baubeginn gefeiert. Vorstand Matthias Bohn hielt es beim Grundsteinspruch mit Johann Wolfgang von Goethe, nach dem drei Dinge bei einem Gebäude zu beachten seien: »dass es am rechten Fleck stehe, dass es wohl gegründet und dass es vollkommen ausgeführt sei.«

Was der Neubau bietet

Der Neubau soll spätestens im Sommer 2021 fertig sein und bietet dann so einiges: Im Zentrum wird sich ein eingeschossiger Ovalbau befinden. Dort wird es ein Inklusions- café, eine Bürgerwerkstatt, einen Showroom - auch zur gewerblichen Nutzung - und einen Merkzweckraum als Übergang zum dahinterstehenden dreigeschossigen Gebäude geben.

In diesem sind unterschiedlich große Räume geplant - unter anderem für die Fortbildungseinrichtung des Vereins GISA und für eine Zentralverwaltung. Im zweigeschossigen Gebäude in Nord-Süd-Ausrichtung (Richtung Straße) wird der Dienstleister »Haus- und Handwerk« sowohl für Büro- und Gewerberäume als auch für Werkstätten Platz finden.

Gemeinsame Nutzung mit der Gemeinde

Den rechten Fleck habe der Verein auch gefunden, »weil wir mit der Gemeinde noch einiges vorhaben«, wie Matthias Bohn im Zusammenspiel mit Cölbes Bürgermeister Dr. Jens Ried erklärte. So wird die Kommune Mieter für die Räume der Gemeindebücherei im ersten Bauabschnitt sein, in denen auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden sollen. Im Inklusionscafé wird es unter anderem Lesungen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde geben.

Weiterbildung und Wiedereingliederung

Der Vorstand der sozialdiakonischen Unternehmensgruppe blickte auch auf die Entstehungsgeschichte des Projekts zurück: dass in einem Gespräch im privaten Umfeld der Mitarbeitenden Manfred Günther und Anja Schüler die Idee für das Projekt WABL geboren wurde, deren Umsetzung der Verein gefördert habe.

Außerdem soll Menschen verschiedener Altersgruppen, unterschiedlicher Herkunft und aus sämtlichen sozialen Schichten ein bedarfsgerechtes, weitestgehend barrierefreies Zusammenleben ermöglicht werden. Dadurch würden nicht nur Arbeitsplätze geschaffen, sondern vor allem auch Menschen ohne Qualifikation oder mit nicht dokumentierten Qualifikationen eine Beschäftigung und der (Wieder-)Einstieg ins Arbeits- leben ermöglicht werden.

Und dies als Plattform, die nicht nur für gewerbliche Kooperations- und Unterstützungsprojekte, sondern auch für jene des bürgerlichen Engagements und der Gemeinwohlarbeit gedacht ist - und dies möglichst mit Wohnraum kombiniert.

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