12. Januar 2020, 15:00 Uhr

Marburg

Segen ins Landratsamt und zur Polizei gebracht

Sternsinger im Landratsamt und bei der Polizei: 15 Kinder brachten - als »Heilige Drei Könige« Caspar, Melchior und Balthasar - den Segen ins Kreishaus und zu den Ordnungshütern.
12. Januar 2020, 15:00 Uhr
Die Sternsinger brachten mit Leiterin Gaby Häuser die Segensformel »20*C+M+B+20« am Eingang der Marburger Polizeidirektion an. Foto: Polizei

»Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit« heißt das Motto der mittlerweile 62. Sternsinger-Aktion, bei der sich die Sternsinger für Frieden in aller Welt stark machen. Wie bereits seit vielen Jahren sangen die Sternsinger im Foyer des Landratsamts Lieder und brachten dann die Segensformel »20*C+M+B+20« über dem Haupteingang des Kreishauses an.

Der Stern symbolisiert dabei den Stern, dem die drei Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Er ist das Zeichen für Christus. Die Buchstaben und Zeichen »C+M+B« stehen für die lateinischen Worte »Christus Mansionem Benedicat« (Christus segne dieses Haus). Volkstümlich werden die drei Buchstaben oft als Kürzel für die überlieferten Namen der drei Weisen verstanden: Caspar, Melchior und Balthasar. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen: »Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes«.

»Bedeutende Botschaft gebracht«

Nach den Liedvorträgen der Sternsinger im Foyer bedankte sich Landrätin Kirsten Fründt bei den Kindern und überreichte eine Spende für die Aktion: »Gerade in der aktuellen Zeit, in der Konflikte und Gewalt auf der Welt allgegenwärtig sind, ist es besonders wichtig, sich für Frieden, Gemeinschaft und Toleranz auf der Welt einzusetzen. Wir freuen uns, dass ihr diese bedeutende Botschaft auch zu uns ins Landratsamt sowie zu den Menschen im Kreis und darüber hinaus tragt«, so Fründt und der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow.

Bei der Begrüßung in der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf lobte deren Leiterin Gaby Häuser ebenfalls ausdrücklich das Engagement der Kinder und deren Begleiter, die von Haus zu Haus ziehen, um notleidenden Menschen zu helfen. Nach dem mit Gitarre und Trompete begleiteten Gesang, der Erläuterung des diesjährigen Mottos und den Dankesworten der Segensbringer füllten die Anwesenden die Sammeltruhe der Sternsinger mit Geldspenden und übergaben zum Dank für deren großes und erfolgreiches Engagement für den Frieden in der Welt noch eine Kiste mit Süßwaren.

In diesem Jahr brachten die Sternsinger neben dem Segen ein weiteres Geschenk mit. Über die wahren Schätze - Gold, Weihrauch und Myrrhe - freute sich vor allem Polizeihauptkommissar Eduard Duschek. Das Geschenk war Ausdruck des Danks für eine langjährige Betreuung. Obwohl offiziell bereits seit Ende Dezember im Ruhestand, ließ es sich der pensionierte Ordnungs- hüter nicht nehmen, für die Sternsinger nochmals in der Polizeidirektion zu erscheinen, sie nach dem offiziellen Teil durchs Haus zu führen und für die Geld- und Sachspenden zu sorgen. Wie immer verließen die kleinen Spendensammler die Polizeistation nach der Führung, zu der auch ein Blick in die Haftzellen gehörte, mit glänzenden Augen und dem Versprechen, auch 2021 wieder den Segen zu bringen.

Weltweit größte Solidaritätsaktion

Die Sternsinger-Aktion gilt als weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren - und das seit 1959. Sie wird getragen vom Kindermissionswerk »Die Sternsinger« und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend.

Jährlich können mit den Mitteln aus der Sternsinger-Aktion über 2.200 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.

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