14. Februar 2020, 15:00 Uhr

Neustadt

Schulen im Kreis ans Glasfasernetz angeschlossen

Die Breitbandversorgung im Landkreis schreitet weiter voran: Mit dem Anschluss der ersten Schulen an das Glasfasernetz wurde ein weiterer Meilenstein erreicht.
14. Februar 2020, 15:00 Uhr
Ein großes Gemeinschaftsprojekt steht vor dem Abschluss. Darüber freuen sich (v.l.): Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi, Amanda Chisnell (Schulleiterin Georg-Büchner-Schule), Fuat Dalar (Telekom), Lehrerin Kristin Drenkelfuß, Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Landrätin Kirsten Fründt, Tim Bernhardt (Breitband GmbH), Jörg Hoos und Björn Wagner (beide Georg-Büchner-Schule). Foto: Landkreis

Im dritten Quartal 2020 soll das Erweiterungsprojekt mit dem gesamten Ausbau für alle Haushalte, Schulen und Unternehmen abgeschlossen werden. Dafür wurde der Landkreis von der Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH und der Telekom in sieben Ausbaugebiete unterteilt. Das erste Ausbaugebiet ist jetzt fertig. Es umfasst große Teile von Stadtallendorf und Amöneburg sowie die Stadt Neustadt. Die Ausbaugebiete zwei bis fünf sind parallel in Arbeit.

Start an der Georg-Büchner-Schule

Als eine der ersten Schulen im Kreis profitiert die Georg-Büchner-Schule in Stadtallendorf vom neuen Anschluss an die Datenautobahn. Hier demonstrierten Landrätin Kirsten Fründt, Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Vertreter der Schule sowie der Telekom die Möglichkeiten für den Unterricht.

»Für Schüler und Lehrer bietet das schnellere Internet die Möglichkeit, den Unterricht noch individueller zu gestalten«, sagte Schulleiterin Amanda Chisnell.

Überlastung ade

Bisher habe es zwar auch schon die Möglichkeit gegeben, Lernprogramme zu nutzen und Kurzfilme oder Hörtexte zu integrieren. »Wollten aber mehrere Lehrkräfte gleichzeitig diese Möglichkeiten nutzen, kam es schnell zu Engpässen. Vier bis fünf Lerngruppen bedeuten eben über 100 Nutzer, die eine normale Verbindung ins Stocken bringen können. Ein Breitbandanschluss bedeutet, dass man nicht mehr bangen muss, ob denn alles funktioniert«, sagte Chisnell.

»Auch in den Schulen gehört schnelles Internet heute zum Standard, weshalb der Kreis auch dort für schnellen Datenaustausch sorgt, damit wir nicht den Anschluss an die digitale Zukunft verlieren«, bekräftigten Landrätin Kirsten Fründt und Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow.

Alle kreiseigenen Schulen erhielten deshalb in den nächsten Monaten das schnelle Glasfasernetz und damit eine mögliche Up- und Downloadrate von 1 GBit/s.

»Flickenteppich« soll verschwinden

Mit dem Erweiterungsprojekt zum Breitbandausbau sollen in diesem Jahr auch die letzten »weißen Flecken« verschwinden - etwa 6.000 Anschlüsse sollen auf eine Downloadgeschwindigkeit von mindestens 30 Mbit/s verbessert werden (davon mehr als 95 Prozent mit 50 Mbit/s und 80 Prozent über 100 Mbit/s).

Außerdem werden alle 75 Schulen des Kreises und mehr als 500 Gewerbebetriebe mit direktem Glasfaseranschluss versorgt. Dazu kommen die Medienzentren Biedenkopf und Kirchhain sowie die vier Großsporthallen (Heinrich-Weber-Halle Kirchhain, Herrenwaldhalle Stadtallendorf, Hinterlandhalle Dautphetal und Lahntalhalle Biedenkopf).

Dieses Ziel wird wohl im Sommer erreicht sein. Aktuell liege, laut Landrätin Fründt, der Kreis bei der Versorgung von mindestens 50 Mbit/s im Vergleich zu anderen ländlich geprägten Landkreisen oberhalb des Bundesdurchschnitts. Knapp 82 Prozent seien es dort und Marburg-Biedenkopf habe 88 Prozent.

Zahlen und Fakten

Aktuell werden 75 Netzverteiler aufgestellt und 150 Kilometer Glasfaser verlegt. Der Landkreis (als Schulträger) sorgt dann mit dem hausinternen Ausbau dafür, dass die Übertragungsraten auch in jedem Raum der Schulen ankommen.

Ein erster Start war bereits 2015 mit einem ersten Ausbauprojekt. weiter wurden 108 Kilometer Tiefbau realisiert, 1.165 Kilometer Glasfaserkabel und 168 Kilometer Leerrohre verlegt.

Die Kosten für den weiteren Ausbau belaufen sich für den Landkreis auf 10,9 Millionen Euro. Davon allein auf den Anschluss der Schulen 1,8 Millionen Euro, wovon Kreis und Bund je die Hälfte tragen. Die verbleibenden 9,1 Millionen Euro werden vom Bund ebenfalls mit 50 Prozent und vom Land Hessen mit 3 Millionen Euro unterstützt.

Die noch offenen 1,6 Millionen Euro teilen sich Kommunen und Landkreis je zur Hälfte.

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