10. Februar 2020, 13:30 Uhr

Wetzlar

Pflegestützpunkt gewinnt an Bedeutung

Rund 80 Gäste haben Landrat Wolfgang Schuster und Sozialdezernent Stephan Aurand zum Geburtstag des Pflegestützpunkts im Kreistagssitzungssaal begrüßt.
10. Februar 2020, 13:30 Uhr
Frank Böcher, Pflegestützpunkt-Mitarbeiterin Kathrin Gaidies und Pflegeberaterin Anna Hartmann sowie Klaus Gerhard Schreiner vom Lahn-Dill-Kreis (v.l.). Foto: Landkreis

»Hier zeigt sich sehr deutlich«, so Stephan Aurand, »dass in den vergangenen fünf Jahren seitens des Pflegestützpunkts vielfältige Netzwerke geknüpft wurden und sehr tragfähige Kooperationsstrukturen aufgebaut werden konnten.« Im Pflegestützpunkt erhalten pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige umfassende Informationen zu den Leistungen der Pflegeversicherung, weiteren sozialen Leistungen sowie über die Unterstützungs- und Hilfsangebote vor Ort. Auch wer noch keine Leistungen bei seiner Pflegekasse beantragt hat und sich im Vorfeld informieren möchte, findet hier Rat und Hilfe. Die Beratung ist unabhängig, vertraulich und kostenlos.

Mehr als 2.000 Beratungen

In den vergangen fünf Jahren haben die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunkts mehr als 2.000 Beratungen durchgeführt. Die meisten davon fanden telefonisch statt, gefolgt von Gesprächen im Pflegestützpunkt und Hausbesuchen, die bei Bedarf ebenfalls angeboten werden. Neben der Beratungsarbeit sind Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit weitere Tätigkeitsschwerpunkte. Die Mitarbeiterinnen nehmen regelmäßig an Netzwerktreffen, Arbeitsgruppensitzungen und Veranstaltungen (auch überregional) teil und halten auf Anfrage Vorträge zu Themen wie Leistungen der Pflegeversicherung, Möglichkeiten ambulanter Versorgung und Vereinbarkeit von Beruf & Pflege.

Für die Zukunft sei - auch aufgrund des demografischen Wandels - mit noch deutlich höheren Beratungszahlen zu rechnen, so Frank Böcher, der für die DAK Gesundheit im Lenkungsgremium des Pflegestützpunkts sitzt.

Eine Einschätzung, die auch Klaus Schreiner teilt, Leiter der Abteilung Soziales und Integration des Kreises und ebenfalls Mitglied des Lenkungsgremiums. Beratung sei dabei stets ein Prozess, an dem auch mehrere professionelle Akteure beteiligt sein können. Der Pflegestützpunkt arbeite, so Schreiner, eng mit der Beratungsstelle für ältere Menschen und Angehörige im Lahn-Dill-Kreis, anderen Beratungsstellen, den Sozialdiensten der Krankenhäuser sowie weiteren Kooperationspartnerinnen und -partnern im psychosozialen Netzwerk zusammen. Auch zu ambulanten Pflegediensten und den stationären Pflegeheimen gebe es regelmäßige Kontakte.

Zu den zahlreichen Gratulanten gehörten unter anderem Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner sowie Vertreter von Wohlfahrtsverbänden und Kommunen.

Hintergrund

Im Januar 2015 eröffnete der Lahn-Dill-Kreis in gemeinsamer Trägerschaft mit den Pflege- und Krankenkassen im Wetzlarer Kreishaus den Pflegestützpunkt. Elvira Purschke-Hohmann, Mitarbeiterin der personalgebenden DAK Gesundheit, und Kathrin Gaidies, Lahn-Dill-Kreis, nahmen vor fünf Jahren ihre Tätigkeit im Pflegestützpunkt auf. Im Sommer 2018 übernahm Anna Hartmann für die DAK die Aufgaben der Pflegeberatung im Pflegestützpunkt.

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