29. November 2018, 15:00 Uhr

Biedenkopf

Ortsumgehung für Eckelshausen auf dem Weg

Für die Ortsumgehung Eckelshausen hat das Regierungspräsidium Gießen das verwaltungsrechtliche Anhörungsverfahren abgeschlossen.
29. November 2018, 15:00 Uhr
Regierungspräsident Christoph Ullrich unterzeichnete den Vorlagebericht zur Ortsumgehung Eckelshausen. Foto: Regierungspräsidium

Für die Baumaßnahme sind Investitionen in Höhe von rund 21 Millionen Euro geplant. »Es war eine besondere Herausforderung, alle Belange zu berücksichtigen, aber ich bin auch für die Anlieger glücklich, dass es nun mit der Planung weitergehen kann«, sagte Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Er hat den Vorlagebericht an das Hessische Verkehrsministerium für den Neubau einer Ortsumgehung von Eckelshausen unterzeichnet.

Vorausgegangen war ein verwaltungsrechtliches Anhörungsverfahren seiner Behörde. Als nächster Schritt steht der Planfeststellungsbeschluss aus Wiesbaden an, durch den Baurecht geschaffen wird. Hierfür liegen nun alle Ergebnisse und Planunterlagen dem Ministerium vor.

Eckelshausen um 90 Prozent entlasten

Die 2,7 Kilometer lange Ortsumgehung (Bundesstraße 62) wird nach Angaben des Regierungspräsidiums die aktuelle Ortsdurchfahrt des Biedenkopfer Stadtteiles Eckelshausen um 90 Prozent vom Verkehr entlasten. »Damit wird die Verkehrssicherheit in dem Ort erheblich verbessert sowie die Lärm- und Schadstoffbelastung reduziert«, sagte der Regierungspräsident nach der Unterzeichnung. Die veranschlagten Kosten der Maßnahme betragen nach aktuellem Planungsstand 21,1 Millionen Euro.

Das Planfeststellungsverfahren habe durch einen Abstimmungstermin im Regierungspräsidium Gießen zu offenen Fragen der Landschaftspflege und des Naturschutzes mit entsprechenden Maßnahmen vorangebracht werden können. So sei für den Naturschutz unter anderem ein funktionaler Ausgleich vorgesehen für jene Flächen, die die Baumaßnahme in Anspruch nimmt. Außerdem werde ein Lahnnebengerinne entwickelt und eine intensive umweltfachliche Baubegleitung während der Bauphase stattfinden. Zugunsten des Artenschutzes sollen ferner im Trassenverlauf südlich der Brücke im Zug der B62 über die Lahn und parallel der Bahn Bäume und Sträucher angepflanzt werden, um dadurch das Kollisionsrisiko für Fledermäuse zu minimieren.

Trassenführung der Ortsumgehung

Die Ortsumgehung Eckelshausen beginnt am Ende der bestehenden Ortsumgehung Biedenkopf. Sie führt vor der Erlenmühle in einem engen Bogen über die Lahn. Anschließend wird die Trasse parallel der Bahnlinie geführt. Nach einer erneuten Lahnquerung wird die B453 in Richtung Dautphe angeschlossen. Die Umgehung führt dann südlich des Gewerbegebietes Eckelshausen vorbei und endet schließlich zwischen Eckelshausen und Kombach an der vorhandenen B62. Hier erfolgt der Anschluss an Eckelshausen.

Wann die Bauarbeiten beginnen können, hängt nun von den weiteren Schritten des Planfeststellungsverfahrens, der weiteren Ausführungsplanung und Bauvorbereitung ab. Kostenträger der Maßnahme ist die Bundesstraßenverwaltung als Baulastträger der B62.

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