24. März 2019, 11:00 Uhr

Wetzlar

Naturschutzpreis für Amphibienprojekt

Der mit 900 Euro dotierte Naturschutzpreis 2018 der Stadt Wetzlar ist im Rathaus an das Unternehmen Heidelberger Sand & Kies GmbH (HSK) verliehen worden.
24. März 2019, 11:00 Uhr
Preisträger und Mitglieder des Naturschutzbeirates freuen sich über den Naturschutzpreis: Annette Möller, Dr. Barbara Greis, Albert Langsdorf, Ulrich Schnarre (HSK), Thomas George, Hartmut Mai, Jürgen Popp (HSK), Stadtrat Norbert Kortlüke, Dr. Christof Wehrenfennig und Frank Rudolph (v.l.). Foto: Stadt Wetzlar

Das Unternehmen bekam die Auszeichnung für die Wiederansiedlung der gefährdeten und geschützten Gelbbauchunke im Wetzlarer Steinbruch Malapertus. Umweltdezernent Norbert Kortlüke übergab die Urkunde an den Regionalleiter Mitte von Heidelberger Sand und Kies, Ulrich Schnarre. Gelbbauchunken kommen ursprünglich in natürlichen Bach- und Flussauen vor, in denen durch die Auendynamik immer wieder kleine Tümpel und Wasserflächen neu entstehen.

Weniger Fließgewässer machen Sorgen

Die Kaulquappen der Gelbbauchunke können sich in solchen seichten Gewässerstellen ungestört entwickeln. Da es jedoch immer weniger natürliche Fließgewässer mit Auenbereichen gibt, ist die Gelbbauchunke sehr selten geworden.

Zum Erhalt dieser Art werden im Steinbruch Malapertus Kleingewässer als Ersatzlebensraum regelmäßig neu angelegt und gepflegt. Zudem werden 1.000 Jungtiere nach und nach im Steinbruch ausgesetzt, um eine stabile Population der Gelbbauchunke zu schaffen. Das von Albert Langsdorf (Leiter der Naturschutz-Akademie Hessen) für den Naturschutzpreis vorgeschlagene Projekt findet seinen Ursprung in einer langfristigen Kooperation zwischen dem Unternehmen HSK und dem NABU Hessen.

Im Rahmen des Projektes ist es gelungen, ein Betriebskonzept zu entwickeln, mit dem sowohl die wirtschaftliche Tätigkeit des Unternehmens als auch der Schutz und die Entwicklung der Gelbbauchunke inklusive ihrer Lebensräume gewährleistet werden kann.

Das Projekt ist ein herausragendes Beispiel für gelungene Artenschutzmaßnahmen im Bereich eines wirtschaftlich tätigen Unternehmens.

Preisträger Schnarre kündigte an, dass das Preisgeld für Naturschutzprojekte des NABU verwendet werden soll. Für sein Unternehmen gelte, dass Gesteinsabbau und Artenschutz mittlerweile miteinander verknüpft seien. Nach dem Gelbbauchunkenprojekt seien weitere Naturschutzprojekte in der Planung.

Für den Naturschutzpreis, der jährlich vergeben wird, können sich sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen bewerben. Auch Firmen und Institutionen können sich an der Ausschreibung beteiligen. Der Naturschutzbeirat bei der Stadt Wetzlar (Untere Naturschutzbehörde) wählt den Preisträger aus.

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