14. Januar 2020, 15:00 Uhr

Wetzlar

Mehr Wasser für das Stadtgebiet

Es ist gelaufen wie am Schnürchen: Die Energie- und Wassergesellschaft mbH (enwag) hat die zweite Kammer des Wasserhochbehälters II am Stoppelberg eröffnet.
14. Januar 2020, 15:00 Uhr
Seltenes Treffen im - noch leeren - Wasserhochbehälter (v.l.): Norbert Kortlüke (Aufsichtsratsvorsitzender enwag) schenkt Aufsichtsratmitglied Dr. Heidi Bernauer-Münz reines Wasser ein. Weitere Mitglieder des enwag-Gremiums sowie vom Ingenieurbüro Beck und der Baufirma Hinterlang) sind ebenso froh über die aktuelle Ausbauphase der Hochbehälter. Foto: enwag

Durch die Erweiterung um eine zweite Kammer hat sich das Fassungsvermögen von vorher 2.000 auf jetzt 4.000 Kubikmeter verdoppelt. Die Arbeiten an der Innenbeschichtung der Kammer wurden im Dezember abgeschlossen.

Der neue Behälter geht ans Wassernetz. »Wir sind dem Zeitplan quasi voraus und haben im letzten Jahr sogar schon die Grube für den Neubau eines weiteren Hochbehälters ausgehoben - dieser Schritt war eigentlich erst für 2020 vorgesehen«, sagt Detlef Stein, technischer Geschäftsführer der enwag.

»Damit sind wir bei unserem Modernisierungsplan einen wichtigen Schritt vorangekommen. Wir werden die Versorgung der angrenzenden Haushalte mit Trink- und Löschwasser auf Jahrzehnte absichern«, ergänzt Dr. Berndt Hartmann, kaufmännischer Geschäftsführer der enwag.

Langfristiger Plan

Weil der Wasserbedarf in Wetzlar künftig steigen wird, hat die enwag schon 2014 ein Konzept erarbeitet. Innerhalb von drei Jahren wird das Speichervermögen der beiden Hochbehälter am Stoppelberg auf 6.000 Kubikmeter erweitert. Zuerst wurde der jüngere der beiden Hochbehälter (Baujahr 1972) mit einer zweiten Kammer ausgestattet. Damit ist auch die jährliche Reinigung leichter. »Bisher mussten wir die angeschlossenen Haushalte dann mit Pumpen über den Hochbehälter I versorgen«, sagt Lukas Orzel, enwag-Abteilungsleiter für technische Dienstleistungen. »Jetzt können wir die Haushalte einfach über die andere Kammer versorgen.« Schritt zwei wird 2020 der Neubau des Hochbehälters Isein. Zunächst wird dieser neben dem alten errichtet. Sobald der moderne Behälter in Betrieb ist, wird der alte abgerissen. »Der Neue« hat dann zwei statt bisher einer Kammer.

Vorausschauend gearbeitet

Bei dem Projekt am Stoppelberg hat die enwag von Anfang an darauf geachtet, effizient zu arbeiten. »Während des Umbaus, der seit April 2019 läuft, mussten wir nur einmal das Wasser abstellen«, berichtet Orzel. Dies war auch nur ein kurzer Zeitraum nachts, der von den meisten Bürgern kaum bemerkt wurde. »Dabei haben wir auch gleich die Umbindearbeiten an den Wasserleitungen für die nächsten Schritte erledigt«, erklärt der Experte. Mit weiteren Unterbrechungen sei im laufenden Jahr nicht zu rechnen.

Was als Nächstes passiert

Nach Abschluss der Beschichtungen wird die neue Kammer des Hochbehälters II gereinigt und desinfiziert, dann kann sie in Kürze ans Netz gehen. Dann erfolgt die Renovierung der ersten Kammer und zeitgleich gehen die Arbeiten am Hochbehälter I weiter. Zum Schluss wird noch aufgeforstet.

Alle Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter www.enwag.de.

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