16. November 2019, 15:00 Uhr

Dillenburg

Land fördert heimische Klimaschutzmaßnahmen

Eine Mikrogasturbine zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes wird in der Kläranlage installiert. Umweltministerin Priska Hinz überreichte dazu einen Bescheid über 83.000 Euro.
16. November 2019, 15:00 Uhr
Umweltministerin Priska Hinz übergibt den Bescheid an Dillenburgs Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel (l.) und Bürgermeister Michael Lotz. Foto: Umweltministerium

»Ich freue mich, mit dem Austausch des Mikroturbinenmoduls auf der Kläranlage Niederscheld die nachhaltige Energienutzung zu fördern und das Klimaschutzprojekt der Stadt wieder ins Leben zu rufen«, verkündete Ministerin Hinz bei der Überreichung des Förderbescheids an die Stadt Dillenburg.

Die Vorhaben zur Erneuerung der Turbine werden mit rund 83.000 Euro unterstützt und dienen dem Förderzweck der Klimaschutz-Förderrichtlinie des Landes Hessen.

»In den vergangenen Jahren hat die Stadt Dillenburg mittels der energieeffizienten Mikrogasturbine einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Klimas geleistet. Das wollen wir auch in Zukunft beibehalten«, versicherte die Ministerin.

Gefördert durch das Land Hessen, wurde bereits 2013 im Rahmen des Klimaschutzplans der Stadt Dillenburg eine Mikrogasturbine auf der Kläranlage in Niederscheld installiert.

Defekt sorgte ab März für Ausfall

Seit der Inbetriebnahme war sie rund 34.200 Stunden im Einsatz, sodass zwischen 2016 und 2018 jährlich durchschnittlich 195 Megawattstunden Strom und 480 Megawattstunden Wärme erzeugt werden konnten.

Infolge eines technischen Defekts im Heißgasteil der Turbine war der Betrieb der Anlage seit März 2019 nicht mehr möglich. Daraufhin musste das entstandene Faulgas abgebrannt und Strom zugekauft werden, um den laufenden Betrieb des Klärwerks zu garantieren.

»Die Mikrogasturbine ermöglicht den nachhaltigen Gewinn und Verbrauch von Energie im gesamten Klärwerk. Durch ihren Einsatz kann in Zukunft das auf der Kläranlage anfallende Faulgas in Wärme und Strom umgewandelt und so in erster Linie zur Eigenversorgung nutzbar gemacht werden. Der Rückgriff auf externe Stromquellen wird dadurch reduziert, wodurch die CO2- Emissionen gesenkt werden. Auf diese Weise wird die Umwelt entlastet und Kosten gespart«, erklärte Hinz.

Als ergänzende Maßnahme soll zudem das Dämmen der außenliegenden Rohrleitungen zwischen Mikrogasturbine und Faulgasturm dafür sorgen, Wärmeverluste zu verringern oder gar zu vermeiden.

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