10. März 2019, 15:00 Uhr

Marburg

Initiative gegen Leerstand in der Oberstadt

Dem Leerstand von Ladengeschäften in der Oberstadt wollen die Stadt Marburg und das Stadtmarketing mit dem Projekt »Marburger FreiRAUM« entgegenwirken.
10. März 2019, 15:00 Uhr
Die Stadt Marburg bietet Eigentümern leerstehender Geschäftsräume in der Oberstadt eine kostenfreie Gestaltung der Schaufenster. Grafik: Stadtmarketing Marburg

In einem ersten Schritt bietet die Stadt Eigentümerm dieser Räume an, Schaufenster kostenfrei ansprechend zu gestalten, um potenzielle Mieter zu interessieren. In der Oberstadt gibt es zurzeit zwölf Leerstände und drei Geschäftsräume, die saniert werden. Zunächst sollen Beklebungsreste und wildes Plakatieren an Schaufenstern leerstehender Geschäfte beseitigt werden. Danach ist vorgesehen, in einem einheitlichen Design den Schriftzug »Marburger FreiRAUM – Raum für Ihre Ideen« aufzubringen. Die Beklebung ist maximal 1,5 Meter hoch und bietet Interessenten somit noch Einblicke in die Ladenräume sowie Kontakt- und Rahmendaten zu dem jeweiligen Geschäft.

Eigentümer angeschrieben

Das Stadtmarketing hat alle Eigentümer von leerstehenden Geschäften angeschrieben und die Idee präsentiert. »Wir haben bereits mehrere Rückmeldungen von Eigentümern, die mitmachen und das Angebot annehmen wollen«, sagt Jan Röllmann, Geschäftsführer des Stadtmarketings, der gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Daniela Maurer das Konzept entwickelt hat.

Entwürfe für die Beklebungen liegen bereits vor. Nach Gesprächen mit den Eigentümern werden die ersten Schaufenster schon in den nächsten zwei Wochen beklebt sein. Die Kosten dafür – geplant sind insgesamt bis zu 10.000 Euro – übernimmt die Stadt Marburg.

»Wir sehen das als einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsförderung – und wir möchten, dass es schnell losgehen kann, denn wenn im Frühling wieder mehr Menschen in die Oberstadt kommen, soll die Stadt einen guten Eindruck machen«, betont Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Die Beklebung sorge dafür, dass sich ein einheitliches, attraktiveres Bild ergebe. Die Beklebung sei der Start einer ganzen Kampagne zum »Marburger FreiRAUM« und ein Vorgriff auf das noch zu erstellende Quartiersentwicklungskonzept für die Oberstadt.

Konzept soll in diesem Jahr starten

Die Erstellung des Entwicklungskonzepts solle in diesem Jahr starten, ergänzt Dr. Stefan Blümling, Fachdienstleiter des Referats für Stadt-, Regional- und Wirtschaftsentwicklung. Bestandteil des FreiRAUM-Projekts ist es unter anderem auch, die verfügbaren Ladenräume online zu präsentieren. »Wir wollen den Eigentümern Ansprechpartner sein und Unterstützung bieten, damit wir gemeinsam etwas für ein Oberstadtbild wie aus einem Guss tun können«, ergänzt Jan-Bernd Röllmann. So wolle das Stadtmarketing auch helfen, individuelle Lösungen zu suchen, beispielsweise in Räumen für sogenannte Pop-up-Stores, die nur für wenige Wochen oder Monate einen Laden anmieten. Räume für Gründungsinitiativen oder Konzepte für alternative Mietstrategien seien weitere Ideen, so Röllmann.

In Zusammenarbeit mit allen Akteuren könnten innovative Konzepte oder junge Gründer für einen Standort in Marburg begeistert werden. »Gerade entstehen in Marburg zwei Unverpackt-Läden, einer davon in der Oberstadt. Das ist ein Konzept, das wunderbar zu Marburg passt«, nannte Röllmann ein Beispiel.

Identität für die Oberstadt entwickeln

Im Dialog gemeinsam eine Identität für die Oberstadt zu entwickeln, sei ein wichtiges Ziel des Konzepts, so Blümling. Dieses Jahr solle die Erstellung beginnen unter Beteiligung aller Interessierten, etwa von Gewerbetreibenden, Hauseigentümern, Anwohnern, der BI Oberstadt und des Ortsbeirats.

Im Haushaltsentwurf 2019 sind 100.000 Euro dafür vorgesehen. Um kurzfristig auch jetzt schon etwas dafür zu tun, die Attraktivität der Oberstadt zu erhalten, setze die Stadt Marburg mit dem Projekt »Marburger FreiRAUM« im Vorfeld einen zweiten Baustein neben der Wiederbelebung des Oberstadtmarkts im vergangenen Sommer.

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