03. November 2018, 15:00 Uhr

Gießen

Gießener Lungenforschung weiter gestärkt

Nach dem jüngsten Erfolg in der Exzellenzstrategie mit dem Exzellenzcluster »Cardio-Pulmonales Institut« (CPI)« wird die renommierte Gießener Lungenforschung weiter ausgebaut.
03. November 2018, 15:00 Uhr
Volker Bouffier (3.v.l.), Dr. Michael Meister (r.), Boris Rhein (l.), Prof. Dr. Joybrato Mukherjee (2.v.r.), Prof. Dr. Werner Seeger (3.v.r.) und Prof. Dr. Wolfgang Weidner (2.v.l.) präsentieren die unterzeichnete Absichtserklärung. Foto: Rolf K. Wegst

Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) haben der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Dr. Michael Meister, im Beisein von Wissenschaftsminister Boris Rhein und JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee die Gründung des Instituts besiegelt.

Finanzierung durch Bund und Land

Der Bund und das Land Hessen finanzieren die Kosten in Höhe von 14 Millionen Euro für die dreijährige Aufbauphase des Instituts von 2019 bis 2021 jeweils zur Hälfte. Mit der Gründung des Bund-Land-Instituts ist ein weiterer Neubau für die Gießener Lungenforschung verbunden, der in der Nähe des Biomedizinischen Forschungszentrums Seltersberg (BFS) entstehen soll. Geplant ist, dass die dauerhafte Finanzierung nach der Aufbauphase zu 90 Prozent durch den Bund und zu 10 Prozent durch das Land Hessen erfolgen soll.

»Es freut mich sehr, dass sich mit dem Institut für Lungengesundheit eine weitere außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Gießen ansiedelt, die den Wissenschaftsstandort Mittelhessen weiter stärkt«, so JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.

»Für dieses besondere Engagement bin ich dem Bund und dem Land Hessen sehr dankbar. Und insbesondere gilt mein Dank den Lungenforscherinnen und -forschern der JLU, die durch ihre herausragenden Forschungsleistungen die nationale und internationale Sichtbarkeit der JLU enorm gestärkt haben.«

Lungenkrankheiten gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen – jeder fünfte Todesfall wird durch eine Lungenkrankheit oder deren Folgen verursacht.

»Um bei Lungenerkrankungen nicht nur die Symptome zu bekämpfen, sondern möglichst eine Heilung zu erreichen, werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Institut für Lungengesundheit erforschen, was eine gesunde Lunge widerstandsfähig macht, welche Prozesse in der Lunge bei Erkrankung ablaufen und wie gesundes Lungengewebe wiederhergestellt werden kann«, erläutert der Gießener Lungenforscher Prof. Dr. Werner Seeger, Sprecher des Exzellenzclusters CPI an der JLU sowie Vorsitzender des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), der die wissenschaftliche Koordination des Instituts für Lungengesundheit übernehmen wird.

Auf dem Gebiet der Lungenforschung sind Gießener Medizinerinnen und Mediziner bereits seit Jahren national wie international an der Spitze.

Gießener an der Spitze bei Lungenforschung

Schon seit der ersten Programmphase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder im Jahr 2006 wird an der JLU in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim und der Goethe-Universität Frankfurt am Main ein Exzellenzcluster im Bereich der Herz-Lungen-Forschung (Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System, ECCPS) gefördert. Das ECCPS bildet den Vorläufer des jetzt in der Exzellenzstrategie bewilligten CPI.

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