22. November 2018, 11:00 Uhr

Biedenkopf

Geschenke für einen felligen Helfer

Nelson freute sich wie ein kleines Kind, denn er bekam von Annette Born (DRK Kreisverband Biedenkopf) einen ganzen Karton voller Geschenke.
22. November 2018, 11:00 Uhr
Nelson probiert sein neues Spielzeug sofort aus. Es fördert Konzentration und Intelligenz – und es gibt Hundekekse! DRK Biedenkopf

Einen Rucksack, einen Hula-Hoop-Reifen und Intelligenzspielzeug in den verschiedensten Varianten. Wie kam es zu der vorweihnachtlichen Bescherung? »Unser DRK- Landesverband verfügt über verschiedene Fördertöpfe, aus denen man Geld für neue Projekte beantragen kann. Da Nelson eine tolle Arbeit macht, wollten wir ihm eine kleine Freude bereiten«, sagt Annette Born.

Nelson beschenkt selber – mit Freude

Der Dreieinhalbjährige war ganz aufgeregt, lief hin und her, schaute sich alles genau an und wedelte vor lauter Freude mit dem Schwanz. Klar, bei Nelson handelt es sich um einen Hund, genauer gesagt, einen Retriever-Mischling, der seit Sommer beim Kreisverband quasi in Lohn und Leckerli steht. »Nelson ist der Erste, den wir vom Kreisverband zum Therapiehund haben ausbilden lassen. Seit Mai ist er regelmäßig im Seniorenheim Wallau und stattet den Bewohnern Besuche ab. Nelson schenkt Lebensfreude, Nähe und Wärme«, berichtet Annette Born.

»Obwohl er noch so jung und im Alltag sehr verspielt ist, hat er ein unheimliches Gespür für Senioren sowie Menschen mit Behinderung. Er ist sehr einfühlsam und geht behutsam mit ihnen um. Nelson macht die Arbeit auch sehr viel Spaß, er lässt sich gerne streicheln und spielt mit den Bewohnern. Danach ist er in der Regel ziemlich k.o. und braucht erstmal seine Ruhe«, erklärt Frauchen Inka Seibel.

Sie, ihr Mann und ihr Sohn sind Hundenarren, bei denen schon seit vielen Jahren Vierbeiner zur Familie gehören. Nelson ist der erste Therapiehund bei den Seibels. »Das Zusammenleben mit Nelson macht riesigen Spaß, er liebt lange Spaziergänge und will auf jeden Fall immer gefordert werden. Das Spielzeug haben wir bei den Besuchen im Seniorenheim jetzt immer im Gepäck. Es fördert spielerisch die Intelligenz und Konzentration von Nelson und die Bewohner werden es sicherlich mit Begeisterung an unserem Retriever-Mischling testen«, sagt Inka Seibel. Nelson, der immer in Action ist, übt gerade neue Kunststücke für das Seniorenheim und eignet sich exzellent als Therapiehund.

Die Ausbildung zum Therapiehund

Dafür musste er aber erst einmal eine umfangreiche Ausbildung absolvieren. »Die Fähigkeiten eines Hundes fallen schließlich nicht über Nacht ins Körbchen«, so Inka Seibel.

Die Ausbildung beginnt erst nach einem bestandenen Eingangstest. Hier werden Wesensfestigkeit und der Gehorsam des Hundes sowie sein Verhalten gegenüber anderen Menschen und Artgenossen geprüft. Danach erfolgt die Ausbildung zum Therapiehund in zwei Wochenend-Modulen. Die Tiere werden für verschiedene Bereiche wie Kindergärten, Schulen, Senioren- und Pflegeheime oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung vorbereitet.

Dabei wechseln sich theoretische mit praktischen Einheiten ab. Natürlich wird bei dieser Ausbildung nicht nur der Hund geschult, sondern auch Herrchen oder Frauchen.

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