15. November 2019, 15:00 Uhr

Marburg

Gemeinsam für fairen Handel im Landkreis

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf möchte Fairtrade-Landkreis werden. Dazu gilt es sich zu informieren und der Steuerungsgruppe »Fairtrade« anzuschließen.
15. November 2019, 15:00 Uhr
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf will den fairen Handel forcieren. Symbolfoto: Häuser

Auch Platz für neue Ideen

Zunächst gilt es sich die bisherigen Schritte für Fairtrade im Landkreis anzuschauen. Anschließend wird über den Tellerrand geschaut und die Erfahrungen des Landkreises Groß-Gerau mit in mögliche Planungen mit einbezogen.

Weiter ist natürlich Platz für neue Ideen. Gemeinsam mit dem Landkreis können Wünsche und Möglichkeiten verschiedener Institutionen oder Einzelpersonen zum Thema Fairtrade erörtert und zu einer Strategie geformt werden.

Mit der Auszeichnung eines Fairtrade-Landkreises möchte der Landkreis 31 weiteren Landkreisen und 350 Städten (»Fairtrade-Towns«) in Deutschland folgen, die sich der Kampagne des Vereins TransFair angeschlossen haben. Die Kampagne »Fairtrade-Towns« setzt den fairen Welthandel auf die lokale Agenda. Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vernetzen sich und treten gemeinsam für einen fairen Handel und eine gerechtere Welt ein. So werden auch die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, das Kernstück der Agenda 2030, direkt lokal umgesetzt.

Informationen hierzub gibt es etwa bei Dr. Frank Hüttemann fairtrade@marburg-biedenkopf.de.

Zurzeit rund 350 Fairtrade-Towns

Bisher gibt es mehr als 350 Fairtrade-Towns in Deutschland. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf sind es Marburg, Gladenbach und Biedenkopf. Die Kampagne hat der gemeinnützige Verein TransFair mit Sitz in Köln initiiert, der auch den Titel verleiht. Ziel ist es, die ökonomischen, sozialen und ökologischen Standards des fairen Handels weltweit in das Konsumverhalten von Verbrauchern, Einzelhandel, Kommunen, Kirchen und Schulen zu integrieren.

Fünf Kriterien erfüllen

Um Fairtrade-Landkreis zu werden, müssen fünf Kriterien erfüllt werden. Neben einem offiziellen Kreistagsbeschluss braucht es eine Steuerungsgruppe, die Aktivitäten vor Ort koordiniert und den Dialog mit allen Beteiligten fördert. Außerdem müssen Geschäfte des lokalen Einzelhandels, Floristen sowie Cafés und Restaurants mindestens zwei Produkte aus fairem Handel anbieten.

Richtwert für die Anzahl der Geschäfte ist die Einwohnerzahl. Auch in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchengemeinden sollen Informations- und Bildungsaktivitäten umgesetzt und Produkte aus fairem Handel verwendet werden. Schließlich gilt es, das Thema Fairtrade in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken und medienwirksame Aktionen umzusetzen.

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