09. Mai 2020, 13:00 Uhr

Dautphetal

Freizeit- und Bildungsstätte in Zwangspause renoviert

Nicht nur Jugendherbergen und Hotels haben derzeit zu. Auch die Freizeit- und Bildungsstätte (FBS) des evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach ist geschlossen.
09. Mai 2020, 13:00 Uhr
Hausleiter Florian Burk in einem der bereits fertig gestrichenen Zimmer. Wann er die nächsten Gäste in der FBS begrüßen kann, ist noch völlig offen. Foto: Dekanat/eöa

Wo sonst Konfirmandengruppen und Kirchenvorsteher aus ganz Deutschland zu Freizeiten oder Tagungen zusammenkommen, nutzen die Mitarbeiter die Zwangspause zu Arbeiten, die im laufenden Betrieb kaum erledigt werden können. »Wir haben überlegt, was alles mal gemacht werden muss«, erzählt Hausleiter Florian »Flo« Burk über die Zeiten, in denen die normalen Arbeiten in der Küche und im hauswirtschaftlichen Bereich alle wegfallen.

500 Übernachtungen weggefallen

»Die Idee, die Gästezimmer zu tapezieren und zu streichen, kam von den Mitarbeiterinnen selbst«, berichtet er: »So konnten wir aus der Not eine Tugend machen.«

Normalerweise ist das 49-Betten-Haus mit 17 Schlaf- und vier Gruppenräumen um diese Jahreszeit bereits gut ausgelastet. Um 500 Übernachtungen dürften geschätzt bis zum Ende der Osterferien schon weggebrochen sein, überlegt Flo Burk: »Zwei Seminare fürs Freiwillige Soziale Jahr, der Mitarbeiter-Grundkurs unserer evangelischen Jugend und einige Konfi-Freizeiten sind ausgefallen.«

Außerdem fehlen schmerzlich die Tagesgäste in der Bilanz: Alleine zum traditionellen Ostertreffen der Dekanatsjugend wären das rund 150 Personen gewesen.

Über den Sommer ausgebucht

Richtig Sorge bereitet Burk aber, dass die bevorstehende Sommersaison mit rund 3.000 bereits gebuchten Übernachtungen wegfallen könnte. »Von Mitte Mai bis Mitte November sind wir praktisch ausgebucht«, sagt er.

Vor allem für Kinder- und Jungscharfreizeiten ist das gegenüber des Holzhäuser Waldschwimmbads und direkt am Wald gelegene Haus sehr beliebt.

Urlaub oder renovieren

Von der regen Betriebsamkeit, die sonst in und ums Haus zu spüren ist, merkt man in diesen Tagen allerdings nichts: Sechs Mitarbeiter gehören einer Risikogruppe an. Sie sind freigestellt oder bauen Überstunden ab.

Vier weitere, die sich aufs Tapezieren verstehen, haben sich in den Fluren, Zimmern und auch im Garten des Hauses verteilt, um die Aufgaben, die im Seminarraum auf einer großen Tafel aufgeschrieben sind, nach und nach abzuarbeiten - vorschriftsgemäß ohne direkten Kontakt zueinander.

Gästezimmer und das Foyer sind in Arbeit, vier Zimmer, ein kleiner Tagungsraum und die Flure selbst sind so bereits fertig geworden. Und auch die Küche erstrahlt bereits in frischem Glanz - bereit für die Gästegruppen, die hoffentlich bald wieder zu Besuch in die FBS nach Holzhausen kommen dürfen.

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