15. Juli 2020, 13:00 Uhr

Butzbach

Eisenbahnfreunde Wetterau starten durch

So eine Situation wie in diesem Jahr war auch für die Eisenbahnfreunde Wetterau Neuland: die ersten Wochen des neuen Jahres werden intensiv genutzt alles fit zu machen.
15. Juli 2020, 13:00 Uhr
Die Wetterbrücke in Griedel erstrahlt in neuem Glanz. Foto: Theobold

»Traditionell sind wir dann spätestens ab Anfang Februar draußen auf der Strecke oder arbeiten an den Fahrzeugen, denn auch dort sind immer kleinere oder größere Reparaturen vorzunehmen«, so Stefan John, erster Vorsitzender der Eisenbahnfreunde. Aber spätestens Anfang bis Mitte März wurde immer deutlicher, dass sich die Dinge in 2020 möglicherweise anders entwickeln. Durch den Lockdown war dann der Start der Fahrsaison Anfang April erst einmal gestrichen.

Es fehlen selbstverständlich die Einnahmen, auf der anderen Seite bleiben die Arbeiten nicht aus. Wenngleich der Handlungsspielraum aufgrund der Kontaktbeschränkungen begrenzt war.

Also haben sich die Eisenbahnfreunde daran gemacht, in Zweierteams oder auch alleine auf die Strecke zu gehen und die dort erforderlichen Arbeiten zu erledigen. Und aufgrund der fehlenden Fahrten konnten Aufgaben in Angriff genommen werden, die einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen.

Wetterbrücke vom Rost befreit

Die Wetterbrücke in Griedel, die bereits im vergangenen Jahr vom Rost befreit wurde, strahlt nun wieder (fast komplett) in neuem Glanz: Zunächst kam die graue Vorstreichfarbe und danach der grün schimmernde Endanstrich. »Damit ist die Brücke wieder viele Jahre vor Rost geschützt, nur für die Außenseiten über dem Wasser müssen wir uns noch etwas überlegen«, konstatiert John.

In Münzenberg ist auf dem bereits im Dezember gesetzten Fundament die Fachwerkkonstruktion für den dort vorgesehenen Regenunterstand entstanden. Dach und Ausmauerung fehlen zwar noch, aber das Projekt schreitet weiter fort. Diese Maßnahme ist Teil eines größeren Projekts, in dem seit längerer Zeit die Infrastruktur in Münzenberg für die Fahrgäste verbessert wird.

Eine klassische Aufgabe für das Frühjahr ist das Freischneiden der Bahnübergänge.

Für die Lokführer muss ein fest definiertes Sichtfeld beim Herannahen an den Bahnübergang frei sein, um erkennen zu können, ob der Übergang gefahrlos befahren werden kann. Über die gesamte Strecke wurde dies in akribischer Kleinarbeit erledigt.

»Der Gleisbau hat uns selbstverständlich stets begleitet, die Arbeiten an den Fahrzeugen ebenfalls. Mit den zunehmenden Lockerungen konnten wir dann auch wieder größere Trupps einsetzen«, erläutert John. Seit dem 5. Juli finden die Fahrten ohne Dampflok wieder unter Corona-Bedingungen statt.

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