09. Juli 2018, 11:00 Uhr

Solms

Einigung bei vierspurigem Ausbau der B49

Die Fertigstellung des elften Bauabschnitts im Zuge des vierspurigen Ausbaus der B49 rückt in greifbare Nähe.
09. Juli 2018, 11:00 Uhr
Der jahrelange Streit um diese Brücke über die B49 ist ausgeräumt. Foto: Gerstberger

Staatssekretär Mathias Samson vom Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium und Vertreter der Familie Kling für das Unternehmen IBC Wälzlager unterzeichneten den Vergleich, der den Weg für den Abschluss des Ausbaus im Bereich Solms-Oberbiel freimacht.

Damit konnten die langwierigen und technisch wie juristisch außerordentlich anspruchsvollen Verhandlungen über den Interessenausgleich zwischen dem Bund als Träger des Ausbauvorhabens und dem Unternehmen zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden.

Sensible Produktion

Grund der Auseinandersetzung waren Sorgen des Unternehmens, dass sich aus dem Heranrücken der verbreiterten Trasse und einer zu erwartenden Zunahme des Schwerverkehrs auf der ausgebauten B49 Risiken für die hochsensible Produktion und Lagerung der hergestellten Präzisionswälzlager ergeben. In von allen Beteiligten sehr konstruktiv geführten Gesprächen konnten mit Unterstützung der vom Land und dem Unternehmen hinzugezogenen Gutachterbüros sowohl für die Bauphase als auch die Betriebsphase tragfähige Lösungen gefunden werden: Danach wird schwingungsarm gebaut. Außerdem werden Kontrollmessungen und -sichtungen sicherstellen, dass kritische Schwellenwerte nicht überschritten werden.

»Der durchgängige vierspurige Ausbau verbessert die Erreichbarkeit der Region und die Verkehrssicherheit auf dieser vielbefahrenen Ost-West-Verbindung«, sagte Staatssekretär Samson. »Wir freuen uns, dass nun auch der 11. Abschnitt fertiggestellt werden kann. Ich danke allen Beteiligten für ihre konstruktive Arbeit an einer Einigung in diesem außerordentlich komplizierten Fall; dass am Ende eine praktikable Lösung gefunden werden konnte, hat maßgeblich mit der Expertise der Gutachter zu tun.«

Konstruktive Gespräche

IBC Wälzlager schließt sich der Einschätzung von Andreas Tielmann, Hauptgeschäftsführer der IHK Lahn-Dill, an. Tielmann erklärte, angesichts der schwierigen Ausgangslage und des komplizierten Sachverhaltes sei es gelegentlich recht fordernd gewesen, die für die Einigung notwendige Gesprächs- und Kompromissbereitschaft aufzubringen: »Dafür ist allen Beteiligten zu danken.«

Das Ergebnis würdigte er als großen Erfolg: Der für die Wirtschaft der Region wichtige vierspurige Ausbau der B49 kann fortgeführt werden, die aktuell besonderen Belastungen für Unternehmen und Bürger in Oberbiel finden absehbar ein Ende, und der Standort eines für die Region sehr bedeutsamen Technologieunternehmens ist gesichert.

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