03. August 2018, 11:00 Uhr

Marburg

Ein internationaler Sommer in Marburg

Noch bis 10. August findet die 20. Hessische Internationale Sommeruniversität (ISU) an der Philipps-Universität statt.
03. August 2018, 11:00 Uhr
Studierende aus zwölf Ländern verbringen im Rahmen der diesjährigen Sommeruniversität einen internationalen Sommer in Marburg. Foto: Philipps-Universität/Tameur Abderrahmane

Das Thema: »Germany and Europe in a Turbulent World – History, Politics, Society, and Culture« ausgerichtet. Neben Deutschkursen werden sich die Studierenden mit Entwicklungen, Konflikten und Herausforderungen in Deutsch-land Europa aus aktueller und historischer Perspektive beschäftigen. Bei Exkursionen nach Frankfurt, Straßburg und Weimar werden diese Themen beim Besuch des Europaparlaments und der Gedenkstätte Buchenwald vertieft.

»In den Mittelpunkt der diesjährigen ISU haben wir bewusst gegenwärtige gesellschaftliche und politische Herausforderungen Europas, aber auch europäische Ansätze der Krisen- und Konfliktbearbeitung gestellt«, sagte Prof. Dr. Thorsten Bonacker. »Es ist uns wichtig, dass die Teilnehmer einen Einblick in die deutsche Geschichte und nicht zuletzt auch in die Aufarbeitung des Nationalsozialismus’ erhalten, ohne die sich auch aktuelle Debatten nicht angemessen verstehen lassen.«

Für Bonacker bietet etwa die Sommeruniversität eine sehr gute Möglichkeit, diese Themen aus internationaler und interdisziplinärer Perspektive zu diskutieren.

Die Mischung macht es aus

Samira aus dem Iran hat Marburg gewählt, da sie schon immer eine Möglichkeit gesucht hat, neue Themen mit Studierenden aus aller Welt zu lernen. »Für mich ist es genau dieser Kontakt von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, die gemeinsam lernen und diskutieren, was die Welt in diesen Tagen benötigt«, sagt Samira.

Gerade die Mischung aus Seminaren und Deutschkursen ist dabei für viele ein Anreiz, nach Marburg zu kommen. So auch für Jasmine aus Ghana, die in den USA studiert. »Die ISU bietet die Chance, Deutsch zu lernen und Kurse für meinen Studiengang in Political Science und Human Rights zu belegen.«

Auch Marburg ist für die Studierenden ein wichtiger Grund: Für McKenna, die im Rahmen des Hessen-Wisconsin Programms an der ISU teilnimmt, und Amy aus Australien, bietet die Stadt als historische und junge sowie weltoffene Stadt den perfekten Ort.

Deutschland im Vergleich zum Heimatland

Dass die ISU auch für die Lehrenden etwas Besonderes bietet, betont Dozent Prof. Dr. Jonas Bunte von der University of Texas at Dallas: »Wo sonst kommen Studenten aus Dubai, den USA und Ägypten zusammen und haben die Möglichkeit, den in ihrem Heimatland existierenden Sozialstaat mit dem in Deutschland zu vergleichen? Wo sonst kann man über Vor- und Nachteile verschiedener Bildungssystemen diskutieren?«

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