26. Mai 2019, 15:00 Uhr

Gießen

Auszeichnung für Grabe-Bolz

Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz ist nun offiziell eine »Botschafterin für Demokratie und Toleranz«.
26. Mai 2019, 15:00 Uhr
Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, eingerahmt vom parlamentarischen Staatssekretär Marco Wanderwitz (r.) und Moderator Ronny Blaschke bei der Auszeichnung in Berlin. Foto: Stadt Gießen

Mit diesem Titel wurde Dietlind Grabe-Bolz von dem von der Bundesregierung gegründeten Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt zusammen mit vier anderen nationalen Leuchtturm-Projekten für »herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement« ausgezeichnet.

Kreativ gegen NPD-Plakate

Grund der Auszeichnung, die am Donnerstag in Berlin während des Festaktes zum Tag des Grundgesetzes vor geladenen Gästen und 400 Jugendlichen vorgenommen wurde, ist die Initiative der Gießener Oberbürgermeisterin im Jahr 2013, ein breites politisches und gesellschaftliches Bündnis zu gründen, um sich kreativ gegen NPD-Plakate zur Wehr zu setzen, die seinerzeit im Wahlkampf die Straßen Gießens säumten.

Viele Gießener hatten in den Plakaten mit dem Titel »Geld für Oma statt für Sinti und Roma« eine Verunglimpfung der Gruppe der Sinti und Roma gesehen und sie als anstößig und menschenverachtend empfunden.

Plakate durften nicht entfernt werden

Die Gießener Oberbürgermeisterin auch - deshalb ließ sie die Plakate entfernen. Das Gericht jedoch stoppte das Vorgehen. Grabe-Bolz startete daraufhin eine Gegenkampagne mit eigenen Plakaten und dem Slogan »Meine Oma mag auch Sinti und Roma«, die direkt unter die Plakate mit den NPD-Parolen gehängt wurden. Eben diese Aktion wurde nun ausgezeichnet.

Der Vorschlag, die Gießener Oberbürgermeisterin für dieses Engagement als Botschafterin für Demokratie und Toleranz auszuzeichnen, kam von Romani Rose, dem Vorsitzenden des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma.

Die Auszeichnung, die sie stellvertretend für alle an der Aktion Beteiligten entgegennahm, wertete Dietlind Grabe-Bolz als große Ehre und als ermutigendes Zeichen dafür, dass es wichtig sei, Menschenverachtung und Intoleranz entgegenzutreten - immer und überall.

»Dafür stehe ich und unsere Gießener Stadtgesellschaft, und wir werden dies auch weiterhin tun - engagiert und konsequent«, erklärte die Gießener Oberbürgermeisterin abschließend in Berlin.

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