26. November 2018, 15:00 Uhr

Cölbe

Alina Schüttler ist jetzt stolze Jung-Autorin

Das Jahr hatte so einiges zu bieten für die 20-jährige Alina Schüttler: Das Abitur stand an, die Wahl des Studiums musste getroffen werden und noch etwas Wichtiges…
26. November 2018, 15:00 Uhr
SMM
Frisch aus der Druckerpresse präsentiert Alina Schüttler ihren ersten Roman und erzählt den nicht einfachen Weg von der Idee bis zum Verlags-Druck. Foto: Reichel

Es gab da noch einen 374 starken Fantasy-Roman »Das Schicksal der Banshee« zu veröffentlichen.

Bereits in der Grundschule hat die Cölberin gerne Geschichten geschrieben und selber viele Bücher gelesen – regelrecht verschlungen. Irgendwann kam die Idee, das Ganze nicht bei kleinen Geschichten zu belassen und für sich selber zu schreiben, sondern einen richtigen Roman zu verfassen und zu veröffentlichen. Nun ist er da, Alinas ganzer Stolz, und im Buchhandel erhältlich: »Das Schicksal der Banshee«.

Worum es geht

Auf der neuen Schule in Schottland ist Felicity die Außenseiterin. Keine Überraschung für die Siebzehnjährige, denn ihre Mitmenschen haben sie schon immer gemieden. Doch als wäre das noch nicht schlimm genug, träumt und sieht sie unheimliche Dinge. Erst der geheimnisvolle Krieger Jack bringt ein wenig Licht ins Dunkle, warnt sie vor dem mysteriösen Schwarzen Orden und offenbart ihr ein unglaubliches Geheimnis: Felicity ist eine Banshee.

Sie wird gejagt, folgt Jack in eine Parallelwelt und muss Herausforderungen meistern. Ob Felicity bereit ist, ihr Schicksal als Banshee anzunehmen, erfahren die Leser dieser außergewöhnlichen Fantasy-Geschichte.

Schreibprozess von drei Jahren

»Die Idee zu dem Buch gab es schon länger. Richtig begonnen mit einer Rohfassung habe ich vor drei Jahren. Und der komplette Prozess bis hin zu dem fertigen Print-Produkt dauerte schließlich zwei Jahre«, erklärt Alina Schüttler. Anfang des Jahres hat sie erstmal eine viermonatige Pause eingelegt, denn da stand die Vorbereitung zum Abitur am Philippinum in Marburg an und sie hat auf Antworten der Verlage gewartet.

Für das Fantasy-Genre hat sie selber ein großes Interesse. Für ihr Buch hat sie sich vorab ausführlich über Banshees informiert.

Der Begriff stammt aus dem keltischen und ist in Irland und Schottland verankert. Es beschreibt eine mystische Geisterfrau, die einen bevorstehenden Tod ankündigen kann. Rückmeldungen während ihrer Inspirations- und Entwurfsphasen bekam Alina dabei über Freunde, Bekannte sowie über Communities in Sozialen Netzwerken.

»Es hat mir viel geholfen, meine Ideen und Leseproben in kleinen Kreisen weiterzugeben. Ich musste ja irgendwie wissen, ob ich auf dem richtigen Weg bin und ob es insgesamt stimmig ist, was ich da schreibe. Wenn ich es nur meiner Familie gezeigt hätte, hätten die wohl nur positive Kommentare gegeben, ich brauchte aber auch Kritik«, lacht Alina.

Welcher Verlag möchte veröffentlichen?

»Runtergeschrieben« in einem Stück hat sie ihren eigenen Roman nicht, obwohl das Konzept fest in ihrem Kopf war. »Es gab während dem Schreiben immer mal ein paar neue Ideen, die ich noch einbauen konnte. Am schwierigsten zu finden war aber der Titel des Buchs«, erklärt Alina.

Als die Story fertig war und klar war, dass sie es nicht alleine veröffentlichen kann, gab es die nächste kleine Hürde: die Verlagssuche. »Da half nur, viele Anfragen, Leseproben und Exposés abzuschicken. Klar war auch, dass es kein bekannter, großer Verlag sein kann. Die nehmen eher nur erfahrene Autoren, die schon etwas vorzuweisen haben. Ich musste also einen kleinen Verlag finden, der vielleicht auch Erfahrung mit dem Genre ›Fantasy‹ hat«, beschreibt Alina ihre Suche. Fündig geworden ist sie beim Tomfloor Verlag aus Bayern. Und das Beste dabei war: Der Verlag war von der Geschichte gleich richtig angetan. »Lediglich Kleinigkeiten haben wir angepasst oder mal hier und da etwas umgestellt«, berichtet Alina Schüttler.

Seit einer Woche ist »Das Schicksal der Banshee« erhältlich. Zuerst bekamen es ihre Familie und einige Freunde zu lesen – alle waren sofort begeistert.

Wie sieht die Zukunft aus?

»Schreiben als Beruf wäre schon cool«, sagt Alina Schüttler. Und dann auch weiter im Fantasy-Bereich. »Aber ich habe auch andere Interessen und muss erst einmal schauen, ob das Buch wirklich gut ankommt. Daher studiere ich jetzt seit Semesterbeginn Psychologie hier in Marburg – und es macht sehr viel Spaß«, freut sich die 20-Jährige.

Erhältlich ist »Das Schicksal der Banshee« (14,90 Euro) etwa in der Bücherei Jakobi in Marburg und Frankenberg. In der Marburger Filiale (Steinweg 42) wird Alina Schüttler am Donnerstag, 20. Dezember, um 19 Uhr auch eine Lesung aus ihrem Roman abhalten.

Ebenso gibt es den Fantasy-Knüller bei Amazon oder Thalia – dort auch als e-Book. (sr)

0
Kommentare | Kommentieren

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 20 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.