01. Dezember 2020, 13:00 Uhr

Gießen

486.000 Euro für krebskranke Kinder erradelt

»Das ist ja ein tolles Ergebnis«, freute sich der Leiter der Station Peiper der Gießener Kinderklinik, Prof. Dr. Dieter Körholz, als er den Spendenscheck bekam.
01. Dezember 2020, 13:00 Uhr
Von links: Karsten Koch, Dr. Matthias Rinn, Prof. Dr. Dieter Körholz, Thomas Langner, Petra Behle und Gerhard Becker bei der Scheckübergabe. Foto: Berger

Prof. Dr. Dieter Körholz hatte den Spendenscheck der »Tour der Hoffnung« über 486.000 Euro bei der Übergabe stellvertretend für 23 begünstigte Kliniken und Vereine im gesamten Bundesgebiet entgegengenommen.

Alle Kliniken eint, dass sie sich im Kampf gegen den Kinderkrebs engagieren. 25.000 Euro erhält in diesem Jahr die Kinderonkologie der Gießener Kinderklinik.

Körholz unterstrich in seinen Dankesworten, wie wichtig so eine Unterstützung gerade in Zeiten von Corona ist. Die Pandemie veranlasste die Tour-Verantwortlichen mit Schirmherrin Petra Behle, Organisationsleiter Gerhard Becker und den beiden sportlichen Leitern Dr. Matthias Rinn und Karsten Koch an der Spitze auch dazu, schweren Herzens die in diesem Jahr geplante 37. Tour der Hoffnung in Franken abzusagen. Am Samstag vor dem ersten Advent wäre das Rathaus der Universitätsstadt eigentlich Schauplatz der traditionellen Spendenübergabe der Tour der Hoffnung 2020 gewesen.

Kleinen Prolog im August gefahren

Obwohl keine Benefiztour durchgeführt werden konnte, gab es doch im August einen kleinen Prolog über 45 Kilometer und acht Stopps in einer Rundfahrt von Gießen über Heuchelheim, Launsbach, Ruttershausen, Lollar und wieder zurück.

Die lange Verbundenheit über Jahrzehnte hinweg mit Unternehmen, Firmen und Privatpersonen sorgte dafür, dass allein bei dieser Tour Spenden in Höhe von 438.750 Euro zusammenkamen.

Unterstützung gerade jetzt sehr wichtig

»Natürlich trifft unsere Absage vor allem die Begünstigten, die sich teils über viele Jahre auf uns verlassen konnten. Die Kinder und deren Familien stehen vor deutlich größeren Herausforderungen als vor Corona. Wer sich also trotz der aktuellen Krise in der Lage sieht, eine Spende zu machen, der würde damit einen wichtigen Beitrag leisten, dass zumindest ein Teil unserer Begünstigten unterstützt werden könnte. In diesem Jahr doppelt so wertvoll wie sonst. Wir atmen nun alle tief durch, nehmen die Herausforderung an und werden den Blick schnellstens nach vorne richten«, hatte die Tourleitung auf ihrer Homepage veröffentlicht. Treue Spender und langjährige Unterstützer der »Tour der Hoffnung« waren diesem Aufruf gefolgt und sorgten nun dafür, dass insgesamt 486.000 Euro an Spendengeldern übergeben werden konnten. Eines der Ziele des kleinen Prologs war Delta Bike vor den Toren von Krofdorf-Gleiberg, und hier empfing Geschäftsführer Thomas Langner nun die Tour-Verantwortlichen zur symbolischen Spendenübergabe.

Nächste Tour vom 18. bis 22. August 2021

»In Corona-Zeiten ist an eine persönliche Übergabe der Schecks nicht zu denken, weshalb wir uns für diese Lösung entschieden haben. Ein besonderer Dank gilt allen Spendern, die uns auch in diesem Jahr unterstützt haben und wir hoffen die Tour der Hoffnung vom 18. bis 22. August 2021 in Franken rollen zu lassen, sofern es Corona ermöglicht«, so Organisationsleiter Gerhard Becker.

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