10. November 2020, 13:00 Uhr

Gießen

Igelkörbe an die Gewinner übergeben

Um auf das Schicksal der geschützten stacheligen Gartenbewohner aufmerksam zu machen, hatte die Stadt ein Gewinnspiel gestartet. Nun haben die Gewinner die Körbe erhalten.
10. November 2020, 13:00 Uhr
Die Gewinner der Igelkörbe, in denen die Tiere überwintern können, vor dem Gießener Rathaus. Foto: Stadt Gießen

Gewonnen haben Annemarie Neitzel, Günter Bellof, Martina Bodenmüller, Marcel Stein, Barbara Bolzek, Martina Valentin, Kerstin Luh, Hans-Jürgen Holaschke, Dr. Wulf Willems und Jella Werle. Stadträtin Gerda Weigel-Greilich hofft, mit dieser Aktion dazu beizutragen, dass Igel besser geschützt werden.

Besonders geschützte Art

Igel gehören nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten. Daher ist es verboten, Igel aus der Natur zu entnehmen. Der Igel ist ein Wildtier und darf keinesfalls als Haustier gehalten werden. Allerdings macht das Gesetz eine Ausnahme bei verletzten, kranken oder untergewichtigen Tieren. Diese darf man selbstverständlich aufnehmen, gesundpflegen und im Frühjahr wieder in die Natur entlassen.

Hat ein Ende des Herbstes gefundener Igel ein Gewicht von weniger als 600 Gramm, so sollte er unbedingt in Menschenobhut genommen werden. Ein Tierarztbesuch mit einem untergewichtigen Igel ist in jedem Fall anzuraten.

Niemals Milch geben

Als Nahrung für den Igel eignet sich nasses Katzenfutter gemischt mit Haferflocken oder auch ein Rührei ohne Salz. Auf keinen Fall darf der Igel Milch erhalten, auch wenn er sie gerne trinkt, da er den darin enthaltenen Milchzucker nicht verdauen kann. Milch verursacht dann heftigsten Durchfall und kann zum Tod des Igels führen.

Der Igel ist ein nützlicher Gartenbewohner, der auch unliebsame Insekten und Schnecken vertilgt. Am wohlsten fühlt er sich in eher unaufgeräumten und strukturreichen Gärten. Allerdings lauern auch zahlreiche Gefahren auf den kleinen Gesellen. Neben dem Straßenverkehr und Giften, die im Garten zum Einsatz kommen, sind offene Schächte und Schwimmbecken, in welche sie hineinfallen können lebensgefährlich.

Unterschlupf für den Winter

Und bevor jetzt unter Hecken und Gebüschen eventuell noch ein letztes Mal gemäht und Laubhaufen entfernt werden, sollte nachgesehen werden, ob sich dort nicht bereits ein Igel versteckt hat. Im eigenen Garten kann im Herbst immer etwas Gutes für Igel getan werden, denn gesunde, ausgewachsene Igel verstecken sich gerne den Winter über in dichten Laub- und Astwerkhaufen. Es hilft den Tieren sehr, wenn im Winter einfach mal in einer Ecke im Garten Reisig und Laubhaufen liegen bleiben. Ein kuscheliges mit Laub bedecktes Igelkörbchen bietet ebenso einen guten Unterschlupf für den Winter.

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