06. Mai 2020, 13:00 Uhr

Lich

Wenn Karate virtuell wird

Der Vorstand des Karate DojoLich beschloss Mitte März wegen der Corona-Krise, den Trainingsbetrieb einzustellen. Die Mitarbeiter haben die Zeit genutzt.
06. Mai 2020, 13:00 Uhr
Trainer Christian Bonsiep beim Online-Training. Foto: privat

Es wurden viele aufgeschobene Renovierungsarbeiten durchgeführt. Ebenso wird weiter an der Reparatur des defekten Hallendachs gearbeitet. Zeitgleich machte sich Trainer Christian Bonsiep auch Gedanken, wie man den Mitgliedern das fehlende Training ersetzen kann. Er erstellte zusammen mit dem Niko Stang mehrere Trainingsvideos und stellte diese den Mitgliedern exklusiv zur Verfügung. Am Ostersonntag gab es schließlich sogar ein Online-Live-Training, das auch begeistert angenommen wurde. Seitdem bietet Bonsiep fünf verschiedene Trainingseinheiten für die Mitglieder an.

Hecht wird Dritter bei Weltpremiere

Nicht nur das Training beim Karate Dojo Lich ist virtuell geworden, sondern auch der Leistungs- und Wettkampfsport. Die Plattform »Sportdata« hat das erste E-Tournament für Kata (Form) in die Karatewelt gebracht - ein absolutes Novum. Aber genau wie die rund 400 Teilnehmer aus 53 verschiedenen Ländern wollten es sich die Athleten des Karate Dojo, Anna-Marie Albrecht, Janne Launhardt, Julia Schmidt, Karl Schneider und Markus Hecht, nicht nehmen lassen, an diesem Pionierversuch der neuen World Series teilzunehmen. Die Athleten mussten an bestimmten Tagen ein Video ihrer Kata aufnehmen, auf Youtube hochladen und diesen Link im Turnier einreichen, mit dem sie gegen einen Gegner antraten. Anschließend hatten die 30 Kampfrichter 24 Stunden Zeit, die Begegnung zu bewerten. Bei einem Sieg ging das Ganze von vorne los: neues Video aufnehmen und mit dem Link gegen den nächsten Gegner antreten.

Online gegen internationale Gegner

Anna Albrecht musste sich nach ihrem Sieg gegen eine Chilenin im Achtelfinale ihrer Gegnerin aus Schottland geschlagen geben. Nach zwei Siegen gegen Athletinnen aus Montenegro und Portugal unterlag Janne Launhardt erst im Viertelfinale ihrer Gegnerin aus Kanada und belegte damit den fünften Platz. Gleich erging es ihrer Vereinskollegin Julia Schmidt. Nach Siegen über Athletinnen aus Italien und Iran war im Viertelfinale gegen eine starke Französin Schluss. In der U16 musste Karl Schneider direkt gegen einen sehr starken Athleten aus Irland antreten und unterlag deutlich. Markus Hecht konnte seine ersten Gegner aus Kanada, USA und Österreich hinter sich lassen und zog ins Halbfinale ein. Hier verlor er gegen einen Schweden und belegte damit den dritten Platz.

Am 13. Mai startet das zweite Turnier der E-Tournament World Series virtuell in London. Bei allen Wettkämpfen der World Series werden Punkte für die neue E-Weltrangliste vergeben.

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