03. Januar 2019, 11:00 Uhr

Biedenkopf

»Welt so behandeln, wie sie es braucht«

Im Rahmen der Umweltfilmwoche für Schulen hat der Kreis 120 Schülern aus Biedenkopf den Dokumentarfilm »Zehn Milliarden« von Valentin Thurn gezeigt.
03. Januar 2019, 11:00 Uhr
Die Fachleute Katharina Westrich und Jens Eidam erläuterten mögliche Konsequenzen des Artenrückgangs in natürlichen Ökosystemen. Foto: Landkreis

Im Anschluss an den Film im Marburger Cineplex-Kino hatten die Schüler Gelegenheit, mit Fachleuten über Fragen der globalen Ernährung, des Klimas und der Artenvielfalt zu diskutieren.

Klimaschutz und erneuerbare Energien

»Wir wollen das Thema Klimaschutz und Erneuerbare Energien auf vielfältige Weise kommunizieren und das Medium Film ist eine dankbare Basis«, erläuterte Erich Weber, Energie-Coach des Landkreises Marburg-Biedenkopf, den Ansatz der Umweltfilmwoche. Dokumentarfilme seien ideal, um Schülerinnen und Schüler sowohl sachlich zu informieren als auch emotional zu berühren, weil in den Filmen auch Einzelschicksale präsentiert würden. »Der Film ist für die Schülerinnen und Schüler sehr beeindruckend, weil er verdeutlicht, vor welchen Herausforderungen die globale Gemeinschaft steht, wenn einmal zehn Milliarden Menschen ernährt werden müssen«, so Weber.

So wurde der Kinosaal an diesem Tag für kurze Zeit zum Klassenzimmer. Zusätzlich zu der Filmvorführung hatte der Kreis den Schulen Infomaterial zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht angeboten. Im Anschluss an die Vorführung wurden Fragen zum Film erörtert und Themen wie Massentierhaltung und Konsumverhalten diskutiert.

So betonte eine Schülerin beispielsweise die Verantwortung, die die jetzige Generation gegenüber den nächsten Generationen habe: »Wir sollten die Welt so behandeln wie sie es braucht«, bekräftigte die Schülerin. Ein anderer pflichtete ihr bei: »Wir müssen regionaler kaufen und unsere Anbauflächen anders nutzen«.

Begleitet wurde das Filmgespräch von zwei Mitarbeitern des Landkreises: Katharina Westrich und Jens Eidam aus dem Fachdienst Agrarförderung und Agrarumwelt. Sie standen als Experten für Fragen zur Verfügung und berichteten aus ihrer täglichen Arbeit mit den Themen Landwirtschaft, Biodiversität und Naturschutz.

Sinnbild für vielfältige Lebensräume

Um Zusammenhänge greifbarer zu machen, hatte der Fachdienst Agrarförderung und Agrarumwelt den sogenannten »Artenturm« aufgebaut als ein Sinnbild für vielfältige Lebensräume. Die abgebildeten Arten sind größtenteils sogenannte Verantwortungsarten des Landkreises und stehen stellvertretend für eine biologische Vielfalt«, erklärte Westrich.

Der Turm solle das Thema Biodiversität und dessen Bedeutung für eine intakte Umwelt greifbarer machen. So wird der Turm instabiler, je mehr Bausteine beziehungsweise Arten herausgezogen werden. »Dies symbolisiert mögliche Konsequenzen des Artenrückgangs in natürlichen Ökosystemen«, erläuterte Katharina Westrich.

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