10. September 2019, 11:00 Uhr

Dillenburg

Türkische Feuerwehr informiert sich in Frohnhausen

Die türkische Stadt Osmangazi (Bursa) und der Lahn-Dill-Kreis sind schon seit 2012 partnerschaftlich verbunden. Nun war eine Gruppe der Feuerwehr aus der Partnerregion zu Gast.
10. September 2019, 11:00 Uhr
Die Feuerwehr-Gäste aus Osmangazi lassen sich auf dem Übungsgelände in Frohnhausen alles rund um Planung und Ausrüstung erklären. Foto: Lahn-Dill-Kreis

Es ging darum sich die heimischen Bedingungen für die Gefahrenabwehr anzuschauen. Die erste Station der Gäste war die Leitstelle des Kreises. Begrüßt von Landrat Wolfgang Schuster, dem ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten Wolfram Dette und der Kreistagsvorsitzenden Elisabeth Müller, schaute man sich in der Leitstelle unter Führung von Kreisbrandinspektor Rupert Heege den Aufbau der Gefahrenabwehr an und verglich die Strukturen der Feuerwehr.

Mehr Ehrenamt in Bursa

Da in Bursa der Bereich der ehramtlichen Feuerwehr stärker ausgebaut werden soll, unterhielten sich die Besucher mit den Vertretern der Feuerwachen Wetzlar und Dillenburg über die Motivation und Qualifikation ehrenamtlicher Kräfte sowie über Standards für deren Einsatz in bestimmten Situationen.

In der Türkei ist die Zuständigkeit der Feuerwehr auf Großstadtebene angesiedelt. Mit drei Millionen Einwohnern hat Bursa damit eine große Aufgabe, der sie in 27 Feuerwehrwachen mit 564 hauptamtlichen Feuerwehrkräften und in 80 Stationen mit 758 Freiwilligen sowie 112 Fahrzeugen nachkommt.

Im Lahn-Dill-Kreis wird die Aufgabe in 136 Feuerwehrwachen mit 415 Feuerwehrfahrzeugen und 3.392 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten umgesetzt.

Auch die technische Ausstattung und besonders die im Lahn-Dill-Kreis umgesetzten Konzepte und Ausbildungsgänge stießen auf das Interesse der Gäste. Auf dem Übungsgelände in Frohnhausen konnte sich die Delegation ein Bild von der hohen Qualität der Ausbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Lahn-Dill-Kreis machen.

Übungsgelände als Anschauungsobjekt

Schließlich wurden auch Zukunftsprojekte in Bursa angesprochen, wie der Einsatz von Drohnen am Einsatzort oder die Übertragung von Daten zur Überwachung der Atemschutzgeräteträger und zum Schutz der Einsatzkräfte.

Mit vielen Eindrücken und Informationen über die Möglichkeiten und das Können ehrenamtlicher Einsatzkräfte sowie der Absicht, die Zusammenarbeit durch den Austausch von Feuerwehrleuten im Rahmen von EU-Projekten fortzusetzen, reisten die Gäste schließlich wieder in die Türkei zurück.

Finanziell unterstützt wurde das Treffen vom Land, das seinerseits seit 2010 eine Partnerschaft mit der Region Bursa unterhält.

Hintergrund

Vertreter des Landkreises waren im Oktober 2018 in Osmangazi. Dabei gab es auch ein Treffen mit Vertretern der Feuerwehr von Bursa, wo bereits das Interesse an der Organisation, Einsatzplanung sowie der technischen Ausrüstung in Deutschland aufkam. Auch die Organisation der Kinder- und Jugendfeuerwehren waren Thema. Eine Einladung in den Lahn-Dill-Kreis war somit die logische Folge.

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