29. Mai 2020, 13:00 Uhr

Gießen

Stadttheater konzentriert sich auf den Herbst

In der laufenden Spielzeit werden am Stadttheater keine Repertoire-Vorstellungen mehr gespielt. Auch Sinfoniekonzerte oder konzertante Aufführungen werden nicht mehr angeboten.
29. Mai 2020, 13:00 Uhr
Auch Sinfoniekonzerte werden zunächst nicht mehr angeboten. Archivfoto: Katharina Friese

Die Absage haben nun die Gesellschafterinnen des Theaters, Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Landrätin Anita Schneider in Absprache mit dem Land Hessen, gemeinsam mit Intendantin Cathérine Miville beschlossen. Geplant sind jedoch einzelne kleine Formate im Foyer und in der taT-studiobühne im Juni.

Start mit attraktivem Programm

Statt für die laufende Spielzeit einen Notspielplan zu erarbeiten, sollen nun alle Kapazitäten auf Vorproben und Vorbereitungen der Neuproduktionen konzentriert werden, um im September mit einem möglichst attraktiven Programm in die neue Spielzeit zu starten. Zusätzlich sollen Konzepte für Wiederaufnahmen kaum oder wenig gespielter Produktionen erarbeitet werden, die Aufführungen unter den gegebenen Einschränkungen möglich machen.

Während für Premieren der kommenden Spielzeit ästhetisch überzeugende Umsetzungen der geltenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen gefunden werden können, lassen sich bereits bestehende Inszenierungen kurzfristig nicht entsprechend anpassen. Für Gießens Oberbürgermeisterin hat die Pandemie die Relevanz von Kultur, gerade auch von Staats- und Stadttheatern, unterstrichen: »Der Hunger nach Kultur ist groß.«

Kleine Formate zum Sommer

Landrätin Anita Schneider dankte der Intendantin und Geschäftsführerin des Stadttheaters Cathérine Miville für ihr abwägendes Vorgehen während der ungewissen und sich täglich verändernden Situation.

Ganz ohne Theater und Musik wollen sich die Theatermacher dennoch nicht in den Sommer verabschieden. Es ist daher geplant, kleine Formate für ein überschaubares Publikum anzubieten.

So wird beispielweise geprüft, ob für das Kammermusik-Abonnement noch zwei Konzerte im Foyer realisiert werden können; ebenso ist in Prüfung, ob der Soloabend »Antigone« mit Martin Gärtner in der taT-studiobühne im Juni zur Premiere gebracht werden kann.

Konzert im Theaterpark?

Erfreulich wäre es zudem, wenn zum Ende der Spielzeit ein Konzert im Theaterpark angeboten werden könnte. Alle diese Themen müssen nun sehr genau überprüft und Stück für Stück entsprechende Sicherheitskonzepte entwickelt werden.

»Wir sind sehr froh, dass wir durch die Entscheidung der Gesellschafterinnen, die in Absprache mit dem Land gefällt wurde, nun eine grundsätzliche Planungssicherheit haben«, so Intendantin Miville. »Das darf aber nicht über die große Zahl an Unwägbarkeiten und unbekannten Größen hinwegtäuschen, die nach wie vor in dieser Situation sind.«

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