21. Juni 2020, 15:00 Uhr

Biedenkopf

Schloss Biedenkopf ist jetzt »herzsicher«

Für Notfälle gerüstet: Die Björn-Steiger-Stiftung hat gemeinsam mit dem Landkreis das Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf mit einem Laien-Defibrillator ausgestattet.
21. Juni 2020, 15:00 Uhr
Angelo Sapia (l.) von der Björn-Steiger-Stiftung übergab den Laien-Defibrillator an Museumsleiter Gerald Bamberger. Damit ist nun auch das Schloss Biedenkopf »herzsicher«. Foto: Landkreis

Angelo Sapia von der Björn-Steiger-Stifung übergab das lebensrettende Gerät an Museumsleiter Gerald Bamberger. Das handliche und mobile Gerät ist künftig in einem Wandkasten im Durchgang zur Gaststätte für alle Mitarbeiter sowie Besucher zugänglich. Mit dem Defibrillator können Besucher und Mitarbeiter des Hinterlandmuseums bei einem Herznotfall lebensrettende Erste Hilfe leisten.

Jeder kann das Gerät bedienen

Insgesamt 122 dieser Laien- Defibrillatoren (AED = Automatisierter Externer Defibrillator) stehen mittlerweile an verschiedenen Standorten im »Herzsicheren Landkreis Marburg-Biedenkopf« zur Verfügung. Die Geräte können von jedem Laien ohne Vorkenntnisse eingesetzt werden. Nach dem Einschalten werden alle notwendigen Schritte akustisch vorgegeben.

Angelo Sapia von der Björn-Steiger-Stiftung übergab das Gerät an Gerald Bamberger und sagte: »Das Projekt hier im Landkreis ist ein wahres Erfolgsprojekt. Das haben wir der guten Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen vor Ort zu verdanken. Wir sind froh, dass das Schloss Biedenkopf nun Teil von ›Herzsicher‹ ist«. Museumsleiter Bamberger betonte zudem die Bedeutung des AED-Standorts im Hinterlandmuseum: »Wir finden das Projekt sehr wichtig, daher ist es für uns hier im Schloss Biedenkopf mit seinen vielen Besuchern ein besonderes Anliegen, sofern nötig aktiv zu helfen und für mehr Herzsicherheit zu sorgen«, sagt er.

Hintergrund: Björn-Steiger-Stiftung

Die Björn-Steiger-Stiftung arbeitet schon seit Jahren gegen den Herztod. 2013 startete das Projekt »Herzsicher«. Inzwischen stattet die Stiftung ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit sogenannten Laien-Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Erster Hilfe.

Seit 2001, als der Kampf gegen den Herztod begann, hat die Stiftung rund 27.000 Laien-Defibrillatoren in Umlauf gebracht.

Unfall als Auslöser

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn-Steiger-Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern.

Meilensteine dieses Engagements sind zum Beispiel die Einführung des bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufs 110 und 112 , der Aufbau der Notruf-Telefonnetze an den deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen und auch der Aufbau der Luftrettung.

Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Ausbildung der Bürger in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall, dem Frühgeborenentransport und der Alarmierung von Ersthelfenden per App.

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