23. Mai 2019, 15:00 Uhr

Wetzlar

Premiere mit 200 Besuchern

Mit einem solch großen Andrang hatte Gabriele Ließfeld nicht gerechnet: Rund 200 Besucher waren zu ihrer ersten Ausstellung in das Wetzlarer Rathaus gekommen.
23. Mai 2019, 15:00 Uhr
Gabriele Ließfeld mit dem 2,70 Meter großen Werk »Ein Baum«. Foto: Gerstberger

Unter dem Titel »Treibgut« präsentiert die Künstlerin, die viele Jahre in Peru und Venezuela lebte, Werke, die sie ausschließlich aus Abfall geschaffen hat. Ihre fantasievollen Objekte sind noch bis zum 14. Juni im Rathaus-Foyer zu sehen.

Abfall und Naturmaterialien

In ihrem Atelier in Niederbiel bewahrt sie alles auf, was andere wegwerfen, ihr für die Kunst aber geeignet erscheint: kleine Metallstücke, Plastik und Glas sowie unterschiedlichste Naturmaterialien wie Muscheln, Holz und Baumrinde. »Ich halte es wie Pippi Langstrumpf«, sagt sie. »Ich gehe raus und finde einen Schatz. ›Treibgut‹ ist für mich alles, was sich am Strand, im Wald oder in meinem Keller ›herumtreibt‹, und auf das niemand einen Besitzanspruch erhebt.«

Sie gestaltet Geschöpfe wie Feen, Hexen und Tiere. Das Objekt »Krokisch« ist eine originelle Kreuzung von Krokodil und Fisch. Titel wie »Ich bin kein Teufel« oder »Der letzte Fisch« geben Hinweise auf die Intension der Künstlerin, womit oft ein Augenzwinkern, manchmal aber auch eine ernsthafte Mahnung, sorgsam mit der Welt umzugehen, verbunden ist. Der Betrachter muss schon genau hinschauen, um die vielen versteckten Kleinigkeiten zu entdecken.

Der Urwald und das Meer sind die Inspirationsquellen der Künstlerin. Die Objekte entspringen ihrem innersten Gefühl. Dabei entwickelt sie einen ungebremsten Schaffensdrang. »Es muss raus«, so Gabriele Ließfeld.

Dezernent Norbert Kortlüke eröffnete die Schau. Noah Poerio und Celia Cano Garcia gestalteten den musikalischen Rahmen mit Gitarre und Liedvorträgen. Nancy Placendia, langjährige Freundin von Gabriele Ließfeld, sang in spanischer Sprache eine Hymne auf die Schönheit Venezuelas. Valentin Gerstberger hielt die Einführungsrede.

Die Schau ist von 7.30 bis 18 Uhr, Mittwoch bis 16 Uhr geöffnet. Am Freitag, 31. Mai, ist Gabriele Ließfeld von 15 bis 18 Uhr vor Ort und erklärt interessierten Besuchern ihre Werke.

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