28. Juli 2020, 13:00 Uhr

Gießen

Polizei greift zur Broschüre

Da derzeit keine Vorträge stattfinden können, haben die kriminalpolizeilichen Berater vom Polizeipräsidium Mittelhessen die Broschüre »Im Alter sicher leben« herausgegeben.
28. Juli 2020, 13:00 Uhr
Die kriminalpolizeilichen Berater des Polizeipräsidiums Mittelhessen (v.l.): Berater Jan-Oliver Karo, Sylvia Jacob, Michael Michel und Claudia Zanke. Foto: Polizei

In der Broschüre sind alle gängigen Kriminalitätsphänomene zum Nachteil älterer Menschen kurz und verständlich dargestellt.

Normalerweise halten die kriminalpolizeilichen Berater des Polizeipräsidiums Mittelhessen über das gesamte Jahr verteilt zahlreiche Vorträge. Kernthema ist hier, neben dem Einbruchschutz, vor allem der Schutz älterer Menschen vor Betrügern.

10.000 Senioren erreicht

Mit Unterstützung der mittelhessischen Pflegedienste erreicht die Polizei 10.000 Senioren, die so hoffentlich vor den perfiden Taten skrupelloser Betrüger geschützt werden können. Um die Broschüre genau denjenigen zur Verfügung zu stellen, die tagtäglich mit den potentiellen Opfern der Betrugsmaschen im Kontakt sind, setzte die Polizei auf die Unterstützung der mittelhessischen mobilen Pflegedienste. Sie genießen ein hohes Vertrauen bei den Senioren und können so die Präventionsbotschaften nachhaltig übermitteln. Durch die im Herbst 2019 von den Kriminalpolizeilichen Beratern ins Leben gerufene Präventionskampagne »Pfiffig im Alter - Sicherheit kennt keine (Alters-)Grenzen« konnten bereits viele Menschen durch Vorträge über spezielle Betrugsmaschen informiert und so sensibilisiert werden.

Flexible Betrüger

Betrüger haben sich sehr schnell auf die veränderte Situation eingestellt. Neben den inzwischen altbekannten Enkeltrickbetrügern und den falschen Polizeibeamten traten die Betrüger beispielsweise schnell als angebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts auf. Es ist also absolut wichtig, die älteren Menschen gerade auch jetzt zu erreichen und vor den Straftätern zu warnen.

Die kriminalpolizeilichen Berater schrieben fast 200 Pflegedienste in den Landkreisen Gießen, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf und Wetterau an und baten um Unterstützung. Die Resonanz war riesig. 10.000 Broschüren für entsprechend 10.000 zu pflegende ältere Menschen forderten die Pflegedienste zur Übergabe an ihre Kunden an. Nur rund zehn Prozent des eine Tonne wiegenden Materials an Broschüren ist auf dem Bild zu sehen.

Kontake herstellen

Bei Bedarf können diese und weitere Pflegedienste gerne jederzeit mit den Beratungsstellen des Polizeipräsidiums Mittelhessen Kontakt aufnehmen, sich dort informieren oder weiteres Präventionsmaterial anfordern. Natürlich gilt dieses Angebot auch für weitere Organisationen, Vereine und Privatpersonen, die gerne die Präventionsarbeit unterstützen und ältere Bekannte oder Verwandte vor Betrügern schützen möchten.

Einfach melden

Es genügt ein kurzer Anruf oder eine E-Mail an beratungsstelle.ppmh@polizei.hessen.de.

Michael Michel, Beratungsstelle für den Lahn-Dill-Kreis, 02771 907-122

Jan-Oliver Karo, Beratungsstelle für den Landkreis Marburg-Biedenkopf 06421 406-123

Claudia Zanke, Beratungsstelle für den Landkreis Gießen 0641 7006-2050

Sylvia Jacob, Beratungsstelle für den Landkreis Wetterau 06032 9181-13

Sollte eine/r der von Ihnen kontaktierten Berater oder Beraterinnen nicht erreichbar sein, scheuen Sie sich nicht, eine/n der anderen anzurufen.

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