30. Dezember 2018, 11:00 Uhr

Laubach

Pfadfinder bringen Friedenslicht

1986 hatte ein Reporter des österreichischen Rundfunks die Idee, in der Weihnachtszeit ein Friedenssymbol zu verteilen. Auch in Laubach wurden jetzt wieder die Pfadfinder akiv.
30. Dezember 2018, 11:00 Uhr
Die Solmser Pfadfinder aus Laubach verteilen das Friedenslicht auf die Dörfer. Foto: privat

Die Wahl fiel auf eine Flamme, die am ewigen Licht in der Geburtskirche Jesu in Bethlehem angezündet und dann – ähnlich wie das olympische Feuer – weitergegeben werden sollte. Von Wien aus wurde sie in die Nachbarländer gebracht.

Was mit einer kleinen, wenig bekannten Aktion begann, nahm schon bald unerwartete Ausmaße an. Pfadfindergruppen aus ganz Europa beteiligten sich an der Aktion und brachten das Friedenslicht in Eisenbahnzügen in viele Länder – einmal gelangte es sogar mit der Transsibirischen Eisenbahn bis nach Wladiwostok an der russischen Pazifikküste. Auch für den Transport durch den Eurotunnel konnte inzwischen eine Lösung gefunden werden, sodass das Licht nun auch nach England gelangen kann.

Christliche, muslimische und jüdische Pfadfinder

Seit Anfang der 90er Jahre beteiligen sich die Solmser Pfadfinder des Laubacher Stammes »Hagen von Tronje« an der Aktion und bringen in jedem Jahr das Licht nach Laubach. In diesem Jahr nahmen rund 50 große und kleine Pfadfinder, Eltern und Freunde an der Stafette teil. Es begann mit einer kleinen Aussendungsfeier in der Laubacher Stadtkirche. Organisator Rüdiger Funk konnte Pfadfinder aus christlichen, muslimischen und jüdischen Familien zur diesjährigen Stafette begrüßen.

Von Laubach aus ging es in vier Gruppen los, um das Licht in Laternen und Petroleumlampen in die umliegenden Gemeinden zu bringen. An vielen Stationen wurde das Friedenslicht auch an die Kirchengemeinden übergeben. An allen Übergabepunkten wartete ein Begleitfahrzeug mit Kinderpunsch und Kuchen und brachte die Wanderer wieder zurück. Insgesamt legten die Beteligten eine Strecke von fast 50 Kilometern zurück.

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