29. April 2020, 13:00 Uhr

Gießen

Oberbürgermeisterin besucht Lieferdienst der Tafel

Die Tafel, ein Angebot des Diakonischen Werkes Gießen, ist wieder aktiv - unter den gänzlich veränderten Vorzeichen der Coronakrise.
29. April 2020, 13:00 Uhr
Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (rechts vorne) informierte sich bei Holger Claes und Anna Conrad. Foto: Stadt Gießen

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz informierte sich vor Ort bei Holger Claes, Leiter des Diakonischen Werkes, Anna Conrad, Organisatorin der Tafel, sowie den Ehrenamtlichen.

Eine Ausgabe in der Tafel existiert noch nicht, aktuell arbeitet sie als Lieferdienst. Holger Claes: »Empfänger sind zunächst Menschen über 65 Jahre und diejenigen, die schon vorher aufgrund einer Behinderung oder des Alters beliefert wurden.«

Die Lebensmittel werden in den Räumen der Tafel in Kisten sortiert und an derzeit vier Tagen in der Woche von Fahrern »kontaktlos« übergeben - ein Schutz sowohl für diese wie für die Belieferten.

Team neu aufgestellt

Viele der bislang für die Tafel arbeitenden Ehrenamtlichen gehören zu Risikogruppen und viele hätten gern weitergearbeitet.

Anna Conrad: »Wir haben viel telefoniert, um ihnen zu versichern, dass sie weiter Teil der Tafelarbeit sein werden.« Aber Sicherheit geht vor und daher wurde das Team neu aufgestellt, zwei Drittel sind Neue. Sie machen, so Claes »das Liefern überhaupt erst wieder möglich«.

Dietlind Grabe-Bolz: »Mich freut, dass sich so viele Studierende gemeldet haben, um zu helfen. Mir ist klar, was für eine große organisatorische und logistische Leistung hinter der Koordination von rund 300 Ehrenamtlichen in den verschiedenen Arbeitsbereichen steckt.«

Anstrengende Arbeit

Die Ehrenamtlichen zeigten sich motiviert: Die Arbeit unter Beachtung von Hygieneregeln und Abstandsgebot sei anstrengend, aber es sei sinnerfüllend, Menschen zu unterstützen und dabei gleichzeitig Lebensmittel zu retten, die ansonsten vernichtet würden, so der Tenor.

»Ich möchte mich bedanken bei den vielen Menschen, die die Tafel am Laufen halten. Sie ist ein tolles Beispiel für gelebte Solidarität in unserer Stadt«, sagte die Oberbürgermeisterin.

Bis zur vorübergehenden Schließung im März unterstützte die Tafel mehr als 2.800 Personen in rund 800 Familien sowie zwölf soziale Organisationen.

»Ich bin froh, dass die Diakonie aktuell überlegt, wie sie die Tafelarbeit vollumfänglich wieder aufnehmen kann. Und mit einmaligen Ausgaben für Alleinerziehende sowie im Landkreis wurden ja über Ostern bereits weitere Haushalte erreicht«, so Dietlind Grabe-Bolz.

Hier seien, so Holger Claes, noch Fragen zu klären, aber: »Ich bin mir aber sicher, dass die Planungen bald abgeschlossen sind und wir dann weitermachen können.« Der Lieferdienst für die Risikogruppen soll dann zunächst erhalten werden.

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