01. Februar 2020, 11:00 Uhr

Breitscheid

Lob für zentrale Anlaufstelle zur ärztlichen Versorgung

In der Gemeinde entsteht durch beispielhaftes Zusammenwirken von Ärzten, Gemeinde und einem Investor ein sektorenübergreifendes Gesundheitszentrum.
01. Februar 2020, 11:00 Uhr
Die Initiatoren Arzt Dr. Michael Saar und Investor Torsten Germann berichten mit Bürgermeister Roland Lay und Minister Kai Klose (v.l.) über das Versorgungs-Projekt - moderiert von Sprecherin Alice Engel. Foto: Landesministerium

Eröffnet werden soll es voraussichtlich im August 2020. Das Gesundheitszentrum Breitscheid vereint Einrichtungen wie hausärztliche Praxisgemeinschaft, Praxis für Physiotherapie, Hörgeräteakustiker und Apotheke mit Pflege- und Sozialeinrichtungen wie Gemeindepflegestation, Tagespflege und Wohngemeinschaft mit Intensivpflege unter einem Dach.

Zukunftsfähiges Projekt

»Genau solche Modelle brauchen wir, um die gesundheitliche Versorgung gerade in ländlichen Regionen zu sichern«, betont Kai Klose, hessischer Sozial- und Integrationsminister, bei seinem Besuch in Breitscheid.

Für die Förderung der gesundheitlichen Versorgung - insbesondere in ländlichen Räumen - stellt das Land für 2020 fünf Millionen Euro zur Verfügung.

»Die gesundheitliche Versorgung insbesondere älterer Menschen in ländlichen Regionen ist eine große Herausforderung. Weniger Fachkräften stehen mehr Bürgern mit teils komplexen Bedarfen gegenüber«, sagt Kai Klose.

Wenn nun wichtige Dienstleistungen an einem Ort gebündelt werden, kann dies sowohl Wege und Wartezeiten für Patienten vermindern als auch attraktive Arbeitsbedingungen schaffen.

Gemeinsam die Versorgung sichern

Dieser komplexen Aufgabe haben sich in Breitscheid engagierte Partner gewidmet. Auf einen Impuls aus der örtlichen Ärzteschaft hin ist durch das Engagement der Projektleiter, Bürgermeister Roland Lay und Torsten Germann als privatem Investor, mit den ortsansässigen Hausärzten, der Apotheke, der Physiotherapiepraxis und der kommunalen Pflegestation sowie weiterer Dienstleister aus Breitscheid die Umsetzung eines zukunftsfähigen Versorgungsmodells gelungen.

»Darüber hinaus ist uns wichtig, dass auch weniger mobile Bürger vom Angebot profitieren«, sagt Bürgermeister Lay. Daher wurde parallel ein Mobilitätskonzept entwickelt, um zukünftig Gäste der Tagespflege zum Zentrum zu transportieren.

»Hessen profitiert von solchen Gesundheitszentren, insbesondere in ländlichen Räumen. Daher fördern wir diese Modelle mit Mitteln des Landes«, betont Minister Klose.

Neben der Bündelung von Dienstleistungen an zentralen Orten spielt jedoch insbesondere für ältere mobilitätseingeschränkte Menschen die wohnortnahe Versorgung eine wichtige Rolle.

Deshalb fördert das Land Hessen auch dezentralisierte Dienstleistungen in Form von telemedizinischen Anwendungen oder präventiven Hausbesuchen durch Gemeindeschwestern.

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