04. Juni 2019, 15:00 Uhr

Breitscheid

Breitscheid empfängt Besuch aus Gießen

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich besuchte die 4.800-Seelen-Gemeinde Breitscheid.
04. Juni 2019, 15:00 Uhr
Empfang des Regierungspräsidenten Dr. Christoph Ullrich (2.v.l.) in Breitscheid. Foto: Regierungspräsidium

Begrüßt von Bürgermeister Roland Lay, erhielt Dr. Christoph Ullrich interessante Einblicke in die Planung und den Bau des neuen Gesundheitszentrums sowie eine Führung durch die beeindruckende Schauhöhle »Herbstlabyrinth«. »Es gibt viele tolle Orte, auf die wir hier in Mittelhessen stolz sein können - über und unter der Erde«, sagte Ullrich während des dreistündigen Besuchs.

Gesundheitszentrum öffnet 2020

Ein Projekt, das in den Startblöcken steht, ist das »Gesundheitszentrum Breitscheid«. Auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratmetern, verteilt auf drei Etagen, sollen hier ab Spätsommer 2020 Ärzte, Apotheke, ein Hörgeräteakustiker und Optiker, die VR-Bank Lahn-Dill, die Sparkasse Dillenburg, Physiotherapie sowie ein örtlicher Bäcker, die Pflegestation mit einer integrierten Tagespflege sowie eine separate Wohngemeinschaft für Intensivpflege untergebracht sein.

Investor Torsten Germann präsentierte die detaillierten Pläne für das Projekt, das mehr Qualität in die Gemeinde bringen soll.

Landleben leichter machen

Mit dem zusätzlichen Mobilitätskonzept soll sich das Leben auf dem Land vereinfachen, gerade auch für die ältere Generation. Regierungspräsident Ullrich: »Wenn wir darüber sprechen, dass es immer schwieriger wird, die ärztliche Versorgung in der Fläche sicherzustellen, ist das hier ein vorbildliches Konzept.« Ein kurzer Abstecher führte ihn zur Baustelle an der Medenbacher Straße.

Besuch im »Herbstlabyrinth«

Der »Stolz der Gemeinde Breitscheid«, die Schauhöhle »Herbstlabyrinth«, durfte im Tourprogramm des Regierungspräsidenten nicht fehlen. Diese ist mit einer Gesamtganglänge von mehr als 12,5 Kilometern bei einem Höhenunterschied von rund 100 Metern das größte Höhlensystem Hessens. Mit 20 Prozent Eigenmitteln und Geldern von Land und EU ist das 600.000 Euro-Projekt finanziert worden - »und schreibt mit bis zu 8.500 Besuchern jährlich eine schwarze Null«, wie Roland Lay betonte.

Höhlenführer Bernhard Walzog brachte dem Gast aus Gießen die glitzernde Unterwelt geistreich näher - Sprachwitz und in vier Jahrzehnten gewonnenes Fachwissen machten es möglich.

Uralter Bärenknochen

»Dass hinter einem so unscheinbaren Eingang ein solches Naturschauspiel versteckt ist, hätte ich nicht erwartet«, zeigte sich Ullrich positiv überrascht. In seiner Freizeit selbst technikbegeistert, war er beeindruckt von der aus mehr als 120 LED-Lampen bestehenden Lichttechnik. »Die Schauhöhle Herbstlabyrinth ist der Leuchtturm des Tourismus unserer Region«, ergänzt der Bürgermeister. Ein besonderes Highlight war der 30.000 Jahre alte Höhlenbärenknochen zum Anfassen. Von der Höhle ging es zurück ins Rathaus, um gemeinsam mit Kommunalpolitikern ins Gespräch zu kommen. »Die Gemeindebereisungen sind eine gute Möglichkeit zu erfahren, was den Menschen vor Ort auf dem Herzen liegt«, betonte der Regierungspräsident.

Aktuelle Themen besprochen

Themen wie der Regionalplan, Windkraftanlagen als Bestandteil des Bioenergiedorf-Konzepts oder auch der nahe Kalksteinbruch wurden in der offenen Runde diskutiert, an der neben Bürgermeister Lay und Torsten Germann auch Paul-Gerhard Wendel (CDU-Vorstand), Arnd Kureck (CDU-Beigeordneter), Jan Heckmann (Gemeinde) und Volkmar Peter (FWG-Beigeordneter) teilnahmen.

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