02. November 2017, 11:54 Uhr

Dillenburg

Lernen und arbeiten am »Grünen Band«

Die Klasse E1A und die Leistungskurse Biologie und Politik und Wirtschaft der Jahrgangsstufe Q1 der WvO fuhren mit ihren Lehrern an das sogenannte »Grüne Band« nach Thüringen.
02. November 2017, 11:54 Uhr
Die Schüler der Wilhelm-von-Oranien-Schule zeigten vollen Einsatz bei der Arbeit im Naturschutzprojekt am »Grünen Band«. Foto: Weber/WvO

Dort konnten die Schüler der Wilhelm-von-Oranien-Schule mit den Lehrern Kerstin Weber, Rainer Seliger und Andreas Klein zweierlei erleben: Erstens in der Natur forschen, hautnah erleben, was Naturschutz bedeutet und diesen aktiv betreiben. Zweitens Geschichte und Politik vor Ort erfahren, durch Zeitzeugen lebhaft geschildert und berichtet. Dieses Wissen verankert sich nachhaltiger im Gedächtnis als Unterricht allein mit Schulbuch, Arbeitsblättern, Modellen und Filmbeiträgen im Klassenraum.

Einmaliges Naturschutzgebiet

55 Schüler machten sich mit dem Bus auf den Weg in den Schieferpark Thüringen. Seit drei Jahren pflegt die WvO eine Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband »Thüringer Schiefergebirge«, um dort einen Beitrag zum Naturschutz am Grünen Band zu leisten.

Seit mehr als 25 Jahren erinnert das Grüne Band an die innerdeutsche Grenze. Im Schatten des ehemaligen, 1.393 Kilometer langen Todesstreifens entstand in den Jahrzehnten der deutschen Teilung ein einmaliger Rückzugsort für seltene Tier- und Pflanzenarten. Das zwischen 50 und 200 Meter breite Band blieb in dieser Zeit überwiegend ungenutzt, nur die Grenztruppen der DDR hielten es zur besseren Überwachung in mehrjährigem Abstand offen. Auf diese Weise konnten sich Flora und Fauna ungestört entwickeln.

Bettina Ermer vom Landschaftspflegeverband »Thüringer Schiefergebirge« erklärte aus welchem Grund die Arnika- und Heideflächen geschützt werden müssen. »Tiere wie Uhu, Schwarzstorch und Braunkehlchen sowie viele Insektenarten benötigen unsere Hilfe, um sich hier auch weiterhin wohlzufühlen, deshalb muss ihr Zuhause gepflegt werden«, erklärt Ermer. Unter ihrer Anleitung sowie mit weiteren Mitarbeitern griffen die Jugendlichen zu Astschere und Säge, um den vielen Arten ihren Lebensraum zu erhalten.

Deutsche Geschichte auf dem Programm

Im Schieferpark Lehesten besichtigten die Jugendlichen einen seit 1999 stillgelegten Schieferbruch, erhielten Einblick in den Schieferbergbau und durften selbst versuchen, Schiefer zu bearbeiten.

Auch die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte stand auf dem Programm. So besuchten die Jugendlichen das Grenzmuseum in Mödlareuth. Dieses kleine Dorf, durch den Tannbach getrennt, liegt in Thüringen und Bayern und wurde wie das Berlin zum Symbol der innerdeutschen Teilung. Zudem wanderten die Schüler auch entlang der Grenze auf dem Kolonnenweg, besuchten den Grenzbahnhof Probstzella und das Haus des Volkes.

Finanziell unterstützt wurde die Fahrt von »Wilhelms Freunden« (Förderverein der WvO), der Naturlandstiftung Lahn-Dill und dem Förderkreis des Naturschutz-Zentrums Hessen.

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