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Krimi »Hessen zuerst« kommt gut an

»Die Figur des Manni Kreutzer ist mir als Autor mittlerweile total entglitten« – mit diesem Eingeständis eröffnete Dietrich Faber im Kino Traumstern sein Showprogramm zum fünften Hessenkrimi.
15. April 2018, 11:00 Uhr
Dietrich Faber im Kino Traumstern. Foto: Berger

»Der Ich-Erzähler, Kommissar Henning Bröhmann, sieht mir sehr ähnlich«. Als Bröhmann liest er ausgewählte Stellen aus seinem neuen Kriminalroman »Hessen zuerst«. Bröhmann wandert währenddessen durch den Vogelsberg. Mit dabei sind nicht nur seine Frau und seine Mutter, sondern auch andere Charaktere, die den Lesern der vergangenen Bücher der Reihe bekannt sind.

Zynisch, mürrisch und gleichzeitig komisch beschreibt Faber das Eintreffen der Gruppe in einem kleinen Gasthof und lässt dabei sein komödiantisches Können aufblitzen indem er in alle Rollen schlüpft und dazu seine Stimme verändert, Dialekt pflegt, Sakko und Brille an und auszieht. Die Wanderungbegleitet auch Manni Kreutzer, der etwas schrullige Musiker und Bröhmann-Kumpel. Mit tiefstem Vogelsberger Dialekt und zwei Mitmusikern präsentiert Manni Kreutzer auf der Bühne Oberhessen-Country-Musik. Der Hessen-Krimi wird zur Comedy. Die satirische Note ist zieht sich klar durch das Bühnenprogramm. In »Hessen zuerst« geht es um Hetze, Ausnutzen von ausländerfeindlichen Stimmungen für eigene Zwecke, und es passiert wie in jedem Krimi auch ein Mord. Der Bürgermeister des fiktiven Vogelsberg-Ort wird ermordet. Verdächtigt werden von den Rechtspopulisten gleich die Flüchtlinge, die im Ort leben. Es formiert sich eine Bürgerwehr und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Bei seinen Ermittlungen findet Ex-Hauptkommissar Bröhmann heraus, dass sein Nachbar und Vermieter Rüdi sich für die rechtspopulistische Partei »Hessen zuerst« engagiert. Dietrich Faber verstand es im Traumstern mit den Facetten Musik, Comedy und Literatur auf der Bühne gekonnt zu jonglieren. (sm).

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