25. Juli 2019, 13:00 Uhr

Landkreis

Kreis investiert 2,6 Millionen Euro in Straßen

370 Kilometer lang ist das Netz der Kreisstraßen, um das sich der Landkreis kümmern muss. Ausbauen, sanieren, Schadstellen ausbessern - und vieles mehr.
25. Juli 2019, 13:00 Uhr
Gemeinsam am Baggern (v.l.): Eugen Reichwein (Hessen Mobil), Roland Döhler (Landkreis), Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Roswitha Kraus (Landkreis) und Roland Reitz (Hessen Mobil). Foto: Landkreis

Mit mehr als 2,5 Millionen Euro bringt der Kreis in diesem Jahr »reichlich Schotter« auf die Straßen. Neben größeren Projekten steht auch wieder eine Vielzahl von Ausbesserungen auf dem Bauprogramm, die in enger Abstimmung mit HessenMobil geplant werden - Kostenvolumen insgesamt: 2.650.000 Euro.

»Die Kreisstraßen sind ein wichtiger Aspekt der regionalen Verkehrsinfrastruktur«, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow bei der Vorstellung der Baumaßnahmen. »Deshalb ist es wichtig, dass wir diese Wege in Schuss halten.«

Zwei Jahre Bau an der K108 in Breidenbach

Zu den größeren Straßenbauprojekten zählt der Ausbau der K108 (Ortsdurchfahrt Breidenbach-Wiesenbach). Mit dem Ausbau der Kreisstraße erfolgt auch die Erneuerung der Gehwege, des Kanals, der Wasserversorgung und von Stromkabeln.

Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und werden ungefähr zwei Jahre dauern. Dazu ist eine Vollsperrung der Straße nötig. Die Baukosten liegen bei 727.600 Euro, Die Zuwendung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beträgt voraussichtlich 697.500 Euro.

Ebenfalls ein »dickerer Brocken« ist die Erneuerung der Fahrbahn auf der K50 zwischen den Lohra-Ortsteilen Seelbach und Rollshausen.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Ende September beendet sein. Hierfür ist ebenfalls eine Vollsperrung der Straße nötig (Baukosten: 611.000 Euro und GVFG-Zuwendung: 412.400 Euro).

Weitere Baustellen im Hinterland

Auch auf der K66 zwischen den Gladenbacher Stadtteilen Sinkershausen, Frohnhausen und Friebertshausen muss eine neue Fahrbahndecke her. Die Fahrbahnränder werden außerdem in engen Kurven befestigt, die Schutzplanken werden ebenfalls erneuert. Kosten für den Abschnitt Sinkershausen/Frohnhausen: 339.000 Euro, Kosten für den Abschnitt Frohnhausen/Friebertshausen: 333.000 Euro.

Neu gemacht wird auch die Fahrbahn der K39/46 in der Ortsdurchfahrt Silberg gemeinsam mit der Gemeinde Dautphetal. Auch hier müssen Gehwege, Kanal, Wasserversorgung und Telekommunikationsleitungen verlegt werden. Start der Arbeiten ist im Herbst. Sie werden voraussichtlich ein Jahr dauern - alles unter Vollsperrung. Die Kostenschätzung: 647.000 Euro. Der Kreis rechnet mit einer Zuwendung durch das GVFG von 419.000 Euro.

Neben diesen Projekten lässt der Landkreis 2019 noch Schäden auf der K85 (Treisbach und Warzenbach), auf der K17 (Momberg) sowie auf der K38 (Moischt) sanieren.

Kleine Arbeiten sind außerdem neue beleuchtete Verkehrszeichen an Fußgängerüberwegen und verschiedene Instandsetzungen von Brücken.

»Wir bitten um Verständnis für die Unannehmlichkeiten sowie um ein rücksichtsvolles Miteinander«, erklärte Zachow. »Wer Umleitungen oder Sperrungen missachtet, gefährdet nicht nur die Arbeiter sondern belastet die direkten Anlieger zusätzlich«, unterstrich Zachow.

»Bei rund 370 Kilometern ist klar, dass wir nicht überall gleichzeitig arbeiten können«, so der Kreisbeigeordnete. Gemeinsam mit Hessen Mobil würde der Kreis für zügige und angemessene Sanierungen sorgen. »Und jeder Verkehrsteilnehmer kann sicher sein: Wenn es notwendig ist, handeln wir sofort«, betonte Zachow.

Was ist das GVFG?

Durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (im Langtitel: Gesetz über Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden) gewährt der Bund den Ländern Finanzhilfen für Investitionen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden.

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