14. Oktober 2020, 13:00 Uhr

Hungen

Im Oldie knifflige Aufgaben gelöst

Der Motorsport-Club Horlofftal veranstaltete seine beliebte Oldtimerfahrt auch in diesem Jahr. Allerdings lief die Tour anders als gewohnt ab.
14. Oktober 2020, 13:00 Uhr
Mit dem ältesten Fahrzeug im Feld, einem »Locomobile Sportif« von 1918, fuhren die Grünberger Dirk Bender und Friedhelm Höchst die 160 Kilometer lange Strecke auch bei einsetzendem Regen bis zum Ziel ohne Verdeck. Foto: MSC Horlofftal

Der Club passte das Konzept an die aktuellen Corona-Verordnungen und -Verhaltensregeln an und bot mit der 29. ADAC-Oldtimerfahrt des MSC Horlofftal eine nahezu kontaktlose Veranstaltung - ohne gemeinsames Frühstück, ohne Moderation am Start, ohne Zuschauer und ohne Siegerehrung.

29. ADAC-Oldtimerfahrt des MSC

Die Teams hatten mit ihren mindestens 30 Jahre alten Fahrzeugen auf der herrlichen 160 Kilometer langen Strecke bei der Suche nach der korrekten Route nach Lauterbach und zurück viel Spaß. Nach dem Start in Nonnenroth musste in Röthges der Lutherweg-Pilgerstempel an der Kirche gefunden und als Beleg in der Bordkarte abgedruckt werden.

Weiter ging es über Ruppertsburg, Friedrichshütte und Gonterskirchen in den Laubacher Schlosspark, wo eine 40 Meter lange Strecke in exakt zehn Sekunden zu fahren war. Besonders tückisch: Nach weiteren 20 Metern mussten es exakt 15 Sekunden sein. Eine ähnliche Sonderaufgabe wartete am Nachmittag auf dem legendären Schottenring auf die Teams. Hier waren zehn Kilometer in exakt 1.000 Sekunden zu fahren, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h entspricht. Die besten Teams lagen hier gerade einmal elf Hundertstelsekunden daneben.

Am Ziel begrüßte das MSC-Organisationsteam um den Vorsitzenden Manfred Möll und Fahrtleiter Daniel Noll die Teams. Zusammen mit Winfried Möll wertete der Fahrtleiter am Abend die Bordkarten der Teams aus und staunte nicht schlecht über das hohe Niveau, aber auch über die teilweise kreativen Interpretationen der Aufgabenstellung.

102 Jahre altes Fahrzeug am Start

Bestes Team in der Kategorie »Oldtimer-Wandern« wurden Lothar und Regina Scherer aus Langd mit einem Unimog aus dem Jahr 1978 vor Friedhelm Höchst und Dirk Christian Bender aus Grünberg im Locomobile aus dem Jahr 1918, dem mit Abstand ältesten Fahrzeug im Starterfeld, mit dem sie auch bei Sprühregen bis ins Ziel ohne Verdeck fuhren. Den dritten Platz sicherten sich die Laubacher Routiniers Werner Vogeltanz und Karl-Heinz Fuhrmann in einem NSU TT von 1970. In der Sportwertung überraschte das Licher Vater-Sohn-Team Joachim und Markus Pompalla, die sich im Hansa von 1934 hinter den Routiniers Andreas Zuhnemer/Peter Schmidt aus Baden-Württemberg den zweiten Platz sicherten.

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