Hungen

»Historisches Oberhessen« in herrlichen Oldtimern

Mit seiner traditionellen Oldtimerfahrt leistet der Motorsport-Club Horlofftal einen wertvollen Beitrag zur Tourismusförderung der Region und bietet zudem gelebte Heimatkunde.
01. Juni 2018, 15:00 Uhr
MSC-Vorsitzender Manfred Möll, Schäferstadt-Königin Franziska I. und Bürgermeister Rainer Wengorsch (v.l.) schickten Dirk Christian Bender und Friedhelm Höchst mit dem Cadillac M51 von 1915 pünktlich um 9.31 Uhr auf die Strecke.

120 Besitzer herrlicher Automobile und Motorräder – viele davon mit weiter Anreise – gingen diesmal in Hungen an den Start und waren bei der beliebten Ausfahrt durchs »historische Oberhessen« begeistert. Pünktlich am 9.31 Uhr hatten Hungens Bürgermeister Rainer Wengorsch und Schäferstadtkönigin Franziska I. zusammen mit dem MSC-Vorsitzenden Manfred Möll (Röthges) die Teams im Minutenabstand auf die Reise geschickt. Zuvor hatte das Team des Laubacher GTÜ-Prüfingenieurs Bernd Albert nochmals den technischen Zustand aller Fahrzeuge gecheckt.

Das Konzept des MSC Horlofftal gefiel: Nach der Tour entlang des Lutherwegs von 1521 kam auch das diesjährige Motto an. Bei der 27. Auflage der ADAC-Oldtimerfahrt Horlofftal stand »Reisen statt Rasen« auf dem Programm. Die Teams erlebten das historische Oberhessen mit seinen schönen Nebensträßchen, den romantischen Marktplätzen und den netten Bewohnern. Auf einer fast 160 Kilometer langen Strecke erkundeten sie von Hungen aus mit Fahrzeugen der Baujahre 1915 bis 1988 die Region, darunter die Nachbar-Residenzstädte Lich, Grünberg und Laubach. Der MSC Horlofftal hatte 80 ehrenamtliche Helfer in Hungen und auf der Strecke im Einsatz.

Spaß unter Gleichgesinnten stand bei der Oldtimerausfahrt zwar im Vordergrund, doch die Sonderaufgaben löste jedes Team mit viel Ehrgeiz. Die beiden Fahrtleiter Winfried Möll (Röthges) und Daniel Noll (Langd) hatten in den Rallye-Roadbüchern zahlreiche Tricks und Kniffe untergebracht. Wer bei den Geschicklichkeitsaufgaben in Lich, Saasen, Reinhardshain, Homberg oder Laubach patzte, verspielte die Chancen auf einen Ehrenpreis bei der Siegerehrung. Ganz in Gedanken an die Zeit vor über 100 Jahren waren Dirk Christian Bender und Friedhelm Höchst mit dem Cadillac M51 aus dem Jahre 1915 unterwegs. Sie waren bei den Sonderaufgaben sehr gut im Rennen, verschwitzten aber das geforderte Aufschreiben der gelben Ortsschilder in die Bordkarte und trugen als Routiniers das Resultat mit Humor: »1915 gab es noch keine gelben Ortsschilder.« (rp).

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