13. Dezember 2018, 11:00 Uhr

Laubach

Die »Sagen um Laubach« leben weiter

Sie haben ihren Reiz nicht verloren, die Jahrhunderte alten Erzählungen über abenteuerliche Vorfälle, geheimnisvolle Wesen und Personen mit übernatürlichen Kräften, die einst ihr (Un-)Wesen trieben.
13. Dezember 2018, 11:00 Uhr
Helge Braunroth (r.) und Hans-Georg Teubner-Damster ziehen über 80 Besucher im Café Göbel-Eggebrecht mit Mundartliedern in den Bann. Foto: privat

Über 80 Besucher lauschten den »Sagen um Laubach« im vollbesetzten Café Göbel-Eggebrecht, wo das ehrenamtliche Autorenteam die neue Auflage des gleichnamigen Buches erstmals der Öffentlichkeit vorstellte.

Helge Braunroth (Gitarre und Gesang) und Hans-Georg Teubner-Damster (Gesang) eröffneten die Veranstaltung mit einem Mundartlied über die »Mauernscheasser«, wie die Laubacher angesichts ihrer früheren Stadtmauer einst genannt wurden.

Sagenbuch neu aufgelegt

Dirk Oßwald begrüßte die Gäste im Namen des vierköpfigen Autorenteams, das aus Braunroth, Bernd Schwarz, Janina Gerschlauer und ihm selbst bestand. Sie hatten die Neuauflage des lange vergriffenen Sagenbüchleins von 1995 im Frühjahr in Angriff genommen, die Texte der rund 20 Sagen und Gedichte überarbeitet, alte Stiche und Grafiken koloriert, neue Fotos der verwunschenen Orte samt GPS-Koordinaten eingefügt und eine Landkarte der Laubacher Sagenorte entwickelt. Isolde Stamm verlieh dem Werk ein modernes Layout auf 52 Seiten, das nun in Laubach (Sparkasse, Bücherstube, Tourismusbüro) zum Verkauf steht.

In vorweihnachtlicher Atmosphäre startete Braunroth mit der Lesung der Sage vom »Laubacher Löffelmännchen«. Heiko Mölcher las die Sage von den verschwundenen Dörfern und das Gedicht vom »Freienseener Kirchhofshund«. Janina Gerschlauer erzählte vom grausamen Landrichter im Laubacher Amtshaus und Teubner-Damster von der Kirchenglocke aus dem verlassenen Dorf Ruthardshausen. Oßwald berichtete vom Meisterdieb, der sich mit dem Laubacher Grafen einen Wettstreit lieferte. Marika Steinbach trug Passagen der Sage um das »Vogelbärbchen« vor. Bernd Schwarz las die Erzählung von der »Weißen Frau«, die lange Zeit am Tiergärtner Teich gespukt haben soll. Mit dem »Mord im Steines« beendete Braunroth die Lesung aus dem neuen Sagenbuch, bevor er mit Teubner-Damster die lange applaudierenden Besucher mit einem letzten Mundartlied in den späten, dunklen Abend entließ.

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