21. Mai 2020, 13:00 Uhr

Grünberg

Die Menschen in Indien nicht vergessen

Die evangelischen Dekanate Grünberg-Hungen-Kirchberg bitten in Zeiten von Corona um Solidarität mit ihrer indischen Partner-Diözese Krishna-Godavari am Golf von Bengalen.
21. Mai 2020, 13:00 Uhr
In der St. Andrew’s-Kathedrale in Machilipatnam stehen die Hilfspakete bereit. Foto: privat

Die rasche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat eine weltweite Krise ausgelöst. Doch während in Europa und auch in Deutschland nach der ersten Infektionswelle und den behördlichen Gegenmaßnahmen wieder Lockerungen möglich sind, stehen die ärmeren Länder ungleich schweren Belastungen für die Bevölkerung gegenüber. Dies gilt auch für Indien mit der Diözese Krishna-Godavari, mit der die evangelischen Dekanate Grünberg-Hungen-Kirchberg seit fast 40 Jahren verbunden sind.

Indien hat strikte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus unternommen. Seit dem 24. März herrscht eine Ausgangssperre im ganzen Land. Das schwache Gesundheitssystem, kaum Sozialfürsorge, für fast 450 Millionen kein Zugang zu sauberem Wasser und das Zusammenleben vieler auf engstem Raum in den Slums oder in den Großfamilien bergen ein großes Risiko, dass das Virus sich exponentiell vermehren könnte.

Bedroht durch Virus und Hunger

Zudem arbeiten in Indien viele Millionen Menschen in informellen Sektoren als Tagelöhner oder Wanderarbeiter ohne Verträge bei geringem Einkommen. Ihre ohnehin prekäre Lage ist durch das Virus weiter verschärft. So könnten infolge der Ausgangssperre sogar Menschen eher durch Hunger als durch das Virus sterben.

Die Diözese Krishna-Godavari begleitet zum einen die Menschen mit Hausandachten, streamt Andachten oder ver-sendet geistliche Impulse via Social Media. Zum anderen hat sie selbst verschiedene Hilfsmaßnahmen für die Bedürftigen gestartet. So werden jetzt von kirchlichen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen Grundnahrungsmittelpakete mit Reis, Mehl, Öl, Zwiebeln, Linsen sowie Desinfektionsmittel und Schutzmasken an Bedürftige verteilt. Das »Corona Relief Project« sieht hierbei für 1.750 Familien (mit je vier Personen) solche Pakete im Wert von je 800 Rupies (11 Euro) vor. Das Budget von also 19.000 Euro kann die Partnerkirche auch deswegen nicht allein aufbringen, da sie keine Kirchensteuer erhebt und die »normalen« Einnahmen durch Kollekten und den Zehnten derzeit fehlen. Daher werden die Partner in Deutschland und in Mittelhessen um Hilfe gebeten.

Wer für die »Corona-Hilfe Krishna-Godavari« spenden möchte, kann dies auf das Konto Ev. Dekanat Hungen, IBAN: DE11 5139 0000 0081 1197 16, BIC: VBMHDE5F machen.

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