25. April 2020, 15:00 Uhr

Marburg

Chinesin neue Integrationsbeauftragte

Die chinesische Studentin Xiaotian Tang ist vom Magistrat der Stadt Marburg zur ehrenamtlichen Integrationsbeauftragten bestellt worden.
25. April 2020, 15:00 Uhr
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies begrüßte Xiaotian Tang in ihrem neuen Ehrenamt als Integrationsbeauftragte der Universitätsstadt Marburg. Foto: Patricia Grähling/Stadt Marburg

Xiaotian Tang folgt auf den Politologen Shérif Korodowou, der 2018 erstmals diese Position besetzte. »Das Miteinander der Kulturen zu fördern und damit das Zusammenleben in Marburg weiter zu verbessern, ist das Ziel unserer Integrationsbeauftragten«, erklärte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. »Mit der Einführung einer bzw. eines Integrationsbeauftragten haben wir die Sensibilisierung und Berücksichtigung vielfältiger Blickwinkel für das kulturelle Zusammenleben in Marburg noch erweitert.«

Seit fünf Jahren im Ausländerbeirat

Xiaotian Tang engagiert sich bereits seit fünf Jahren im Ausländerbeirat der Stadt. Politische Teilhabe ermöglichen und gegenseitigen Respekt fördern, gehört zu den Kernbotschaften des Ausländerbeirates. Mit dem Fachdienst Migration und Flüchtlingshilfe, dem Runden Tisch Integration, dem Ausländerbeirat und einer Lenkungsgruppe sei die Stadt bereits gut aufgestellt. Durch die unabhängige Position eines beziehungsweise einer ehrenamtlichen Integrationsbeauftragten werde die zentrale Zukunftsaufgabe als Vermittelnde zwischen Verwaltung und Gesellschaft besonders gefördert.

»Wir haben eine gute Basis und die ersten zwei Jahre mit Shérif Korodowou als Integrationsbeauftragtem haben vielfältige Perspektiven mit sich gebracht«, sagte Dr. Christine Amend-Wegmann, Leiterin des Fachbereichs Zivilgesellschaft, Stadtentwicklung, Migration und Kultur. »Die besondere Qualität dieser Stelle liegt in der Verbindung zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung über einen Mittler mit eigenem Migrationshintergrund.«

»Es ist schön, mit dieser Stelle etwas für die Migrantinnen und Migranten in Marburg zu tun und einen Beitrag für die Stadtgesellschaft zu leisten«, bedankte sich Tang, die ihr Amt Anfang April antrat. »Ich möchte mich für das Miteinander der unterschiedlichen Kulturen in Marburg einsetzen. Zum einen möchte ich Ausländer und Migranten motivieren, die deutsche Kultur besser kennenzulernen und sich zu integrieren, zum anderen überlegen, was die Stadt noch mehr tun kann, damit alle Menschen sich hier zuhause fühlen.«

»Das Leben hier verstehen«

Tang lebt seit 2011 in Marburg. Sie absolvierte zunächst einen Masterstudiengang in Soziologie und Sozialforschung und studiert nun in einem zweiten Master Politikwissenschaft. »In Marburg verbringe ich die bisher schönste Zeit in meinem Leben«, sagte die 30-Jährige. »Zugegeben - anfangs kam mir die Stadt schon sehr klein vor.« Zum Vergleich: Ihre Heimatstadt Xian hat rund vier Millionen Einwohner. »Man muss Zeit investieren, um das Leben hier zu verstehen«, so Tang. Mittlerweile kenne sie auch viele andere Städte in Deutschland und Marburg finde sie am schönsten.

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